Tom & Lisa
Tom & Lisa
Workshop zur Alkoholprävention
Hintergrund
Alkohol ist bei Jugendlichen die am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz. Die Mehrheit ist beim Erstkonsum zwischen 13 und 15 Jahren alt. Fehlendes Risikobewusstsein, falsche Erwartungen an den Konsum und eine verzerrte subjektive Normwahrnehmung sind Risikofaktoren, die mit Hilfe von Tom & Lisa adressiert werden.
Was ist Tom & Lisa?
Der Workshop Tom & Lisa, der von der Villa Schöpflin gGmbH entwickelt wurde, richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren (Jahrgangsstufen 7 und 8).
Ziele:
- Förderung der Risikowahrnehmung und einer kritischen Haltung
- Korrektur subjektiver Normwahrnehmungen
- Wissensvermittlung
- Einüben des richtigen Verhaltens in Notsituationen
- Einbezug der Eltern
Ihr Ansprechpartner
Termine 2026
Auf Anfrage. Dauer ca. 9-15 Uhr, bei Bedarf auch Inhouse. Sprechen Sie uns an!
Für wen ist Tom & Lisa?
Die Methodenschulung ist für Menschen, die mit Schüler*innen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren arbeiten und/oder Präventionsaktivitäten koordinieren. Dazu gehören:
- Lehrer*innen an weiterführenden Schulen
- Akteure aus der Kinder- und Jugendhilfe, wie z. B.
- Schulsozialarbeiter*innen
- Suchtpräventionsfachkräfte in den Kommunen
Wenn Sie nicht selbst mit Schüler*innen arbeiten, sondern Fachkräfte in der Durchführung von Tom & Lisa schulen möchten, melden Sie sich bitte zu einer Trainerschulung bei der Villa Schöpflin an. Termine & Informationen finden Sie auf der Website der Villa Schöpflin.
Inhalte
Die Schulung dauert ca. 6 Stunden und wird an einem Tag durchgeführt.
In der Schulung…
- erhalten Sie kompakte Informationen zum Thema Alkohol und Prävention
- probieren Sie die Methoden selbst aus
- reflektieren Sie die Anwendung der Methoden
Tom & Lisa ist in der Grünen Liste Prävention für evidenzbasierte Programme der Prävention und Gesundheitsförderung gelistet.
Verhältnisprävention
Verhaltenspräventive Maßnahmen wie Tom & Lisa sollten nicht der alleinige oder Hauptbestandteil von Suchtprävention sein. Deren Effekte sind im Durchschnitt gering und „verpuffen“ schnell. Verhältnispräventive Maßnahmen, die in der Schule wirksam sind, hat die WHO untersucht (UNODC, 2018, S. 23f.): Dazu gehören verbindliche, gemeinsam mit Schüler*innen und Lehrer*innen erarbeitete Regeln zum Umgang mit psychoaktiven Substanzen auf dem Schulgelände, die für allle Beteiligten, auch Lehrer*innen, gelten. Die Einhaltung der Regeln muss kontrolliert werden, Sanktionen für Verstöße sollten positiv ausgerichtet sein (z. B. Hilfeangebot statt Strafe).
Verhältnisgestaltende Angebote der Gesundheitsförderung für Schulen bieten z. B. FINDER (Weitblick, Schools That Care) oder AGETHUR, die Thüringer Landesvereinigung für Gesundheitsförderung, an (Mind Matters).
Solche verhältnispräventiven Maßnahmen sind zentral für die Wirksamkeit und die Nachhaltigkeit schulischer Prävention.
