Hintergrund

Um den Ansprüchen an eine qualitativ hochwertige, wissenschaftlich fundierte Suchtprävention gerecht zu werden, braucht es ein einheitliches Ausbildungsangebot für hauptberuflich in der Suchtprävention Tätige und weitere Multiplikator:innen aus Handlungsfeldern wie Gesundheitsversorgung sowie Kinder- und Jugendhilfe. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention hat deshalb zusammen mit einer Expert:innengruppe aus Präventions-Praktiker:innen und unter wissenschaftlicher Begleitung durch Prof. Dr. Regina Kostrzewa (IU Internationale Hochschule) eine praxisorientierte Ausbildung zur Suchtpräventionsfachkraft erarbeitet, die dem aktuellen Stand der Präventionsforschung entspricht.

Inhalte

Die Ausbildung umfasst fünf Module mit je zwei Tagen. Insgesamt sind 80 Unterrichtseinheiten Theorie und praktische Übungen enthalten.

Inhalte sind:

  • Ursachen, Verläufe und Definitionen von Abhängigkeitserkrankungen
  • Theorien und Ansätze der Suchtprävention einschließlich Praxistransfer
  • Praktische Arbeitshilfen für Konzeption und Umsetzung qualitativer Suchtprävention
  • Kommunikation und Motivierende Gesprächsführung mit Endadressat:innen der Suchtprävention, Reflexion der eigenen Haltung
  • Verstärkter Fokus auf Praxis und konkrete Methoden

In der Ausbildung lernen Sie u. a.:

  • Qualitative suchtpräventive Maßnahmen zu planen, umzusetzen und zu koordinieren
  • Geeignete Kooperationspartner:innen zu finden und ein Netzwerk zu pflegen
  • Methodisch fundiert mit Zielgruppen zu arbeiten und zu kommunizieren

Referent:innen:

Basismodul 1: Grundlagen Sucht und Konsum

  • Vanessa Hittinger – Beratung und Intervention (M.A.); Zusatzqualifikation in „Person- und Erfahrungsorientierte Beratung“; Fachreferentin Suchtprävention (Thüringer Fachstelle Suchtprävention)
  • Tina Wohlfarth – Psychologie (M.Sc.); Systemische Beraterin (DGSF); Fachreferentin Suchtprävention (Thüringer Fachstelle Suchtprävention)
  • Sebastian Franke – Soziale Arbeit/ Sozialpädagogik (B.A.); Themenschwerpunkt: illegale Drogen (Präventionszentrum der SiT -Suchthilfe in Thüringen gemeinnützige GmbH)

Basismodul 2: Grundlagen Prävention

  • Hinnerk Frahm – eh. Leiter des Referats Sucht- und Gewaltprävention am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein; eh. Leiter der KOSS (Koordinationsstelle schulische Suchtvorbeugung); Trainer Motivierende Gesprächsführung; Suchtpräventionsfachkraft; Lehrender (Hochschule Fresenius Hamburg)

Vertiefungsmodul 1: Qualität in der Suchtprävention

  • Dr. Dipl.-Psych. Sören Kuitunen-Paul – Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Postdoc, Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie (Technische Universität Chemnitz)
  • Dr. Timo Bonengel – Geschichtswissenschaft (Dr. phil.); Fachreferent Suchtprävention (Thüringer Fachstelle Suchtprävention)

Vertiefungsmodul 2: Kommunikation und Haltung

  • Tina Wohlfarth – Psychologie (M.Sc.); Systemische Beraterin (DGSF); Fachreferentin Suchtprävention (Thüringer Fachstelle Suchtprävention)
  • Hinnerk Frahm – eh. Leiter des Referats Sucht- und Gewaltprävention am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein; eh. Leiter der KOSS (Koordinationsstelle schulische Suchtvorbeugung); Trainer Motivierende Gesprächsführung; Suchtpräventionsfachkraft; Lehrender (Hochschule Fresenius Hamburg)

Vertiefungsmodul 3: Anwendung in der Praxis

  • Karolina Gren – Magister Pädagogik; Suchtpräventionsfachkraft; Rausch- und Risikopädagogin nach dem risflecting Ansatz; Studienrätin (Fachschule Sozialpädagogik Schleswig-Holstein)

Termine 2023/2024

13. und 14. November 2023
04. und 05. Dezember 2023
11. und 12. März 2024
06. und 07. Mai 2024
10. und 11. Juni 2024

Beginn neuer Kurs

06. und 07.11.2024
09. und 10.12.2024

Jeweils 9 bis 17 Uhr. Die Ausbildung findet in Erfurt statt.

Teilnahmegebühr und Anmeldung

Die Teilnahmegebühr beträgt 1.200 EUR pro Person, eine Ratenzahlung ist möglich.

Sie können sich bis zum 27.09.2024 zum neuen Kurs anmelden. Schicken Sie dazu einfach eine Email.

Die Veranstaltung ist nach dem Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt.

Informationsveranstaltung

Für alle Interessierten bieten wir eine kostenlose Online-Informationsveranstaltung am 08.08.2024 von 10.00 -11.00 Uhr an. Hier gelangen Sie zur Anmeldung.

Flyer

Für wen ist die Ausbildung?

Die Ausbildung ist für hauptberuflich in der Suchtprävention Tätige und weitere Multiplikator:innen wie Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen sowie für Berufsgruppen aus u. a. Gesundheitsversorgung oder Kinder- und Jugendhilfe konzipiert. Voraussetzung ist:

  • ein Hochschulabschluss in den Bereichen Erziehungswissenschaften, Soziale Arbeit/Sozialpädagogik, Lehramt oder gesundheitsbezogenen Studienfächern (z. B. Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen, Suchtberater:innen, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter:innen in Jugend- und Gesundheitsämtern)

und/oder

  • ein Berufsabschluss im pädagogischen/ sozialen Bereich (wie z. B. Erzieher:innen)

Wir behalten uns vor, im Einzelfall zu entscheiden, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern vorab telefonisch oder per Email.

Mitwirkung bei der Ausarbeitung der Ausbildungsinhalte

Wir bedanken uns ganz herzlich für die konstruktive Beteiligung an der Entwicklung unserer Ausbildungsinhalte bei folgenden Expert:innen:

  • Prof. Dr. Regina Kostrzewa – IU Internationale Hochschule, Akademische Standortleiterin Kiel & Lübeck & Rostock
  • Franziska Schwabe – Referat 4B 6 Suchthilfe, Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Sebastian Franke – Präventionszentrum der SiT -Suchthilfe in Thüringen gemeinnützige GmbH
  • Melanie Wollner – Suchtberatungsstelle Diakonieverein Orlatal e.V.
  • Judith Völlmer – Suchtberatungsstelle Wendepunkt e.V. Eisenberg
  • Christiane Katharina Diekmann – Suchthilfezentrum der Diakonie Nordhausen
  • Kathlen Hebestreit – Suchthilfezentrum der Diakonie Nordhausen
  • Tatjana Kaulfuss – Landratsamt Saalfeld Rudolstadt
  • Jette Schäfer – Gesundheitsamt Erfurt
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