Brauchen wir eine neue Kultur im Umgang mit Drogen? Was bedeutet die Cannabis-Legalisierung für die Familien- und Verkehrspsychologie? Und was kommt auf die Suchtprävention zu? Diese und viele weitere Fragen diskutierten die Teilnehmer:innen der 10. Thüringer Jahrestagung Suchtprävention am 12. Oktober 2022 im Augustinerkloster in Erfurt.

„Cannabis-Legalisierung: Von Spannungen und Akzeptanz“ – die Veranstaltung wurde ihrem Titel durchaus gerecht.

Annett Fabian, Leiterin der Thüringer Fachstelle Suchtprävention, eröffnete die Veranstaltung, anschließend richtete sich Ministerein Heike Werner (Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) in einem Video-Grußwort an die Anwesenden und hob den Stellenwert von Diskussionen und Austausch angesichts der geplanten Cannabis-Legalisierung hervor.

Prof. Dr. Gundula Barsch von der Hochschule Merseburg plädierte in ihrem Vortrag dafür, im Zuge der Legalisierung mehr auf Drogenmündigkeit zu setzen und dafür kulturelle und soziale Rahmenbedingungen zu schaffen. Katrin Gossow (Leiterin Institut für Rechts- und Familienpsychologie des TÜV Thüringen) und Marie-Christin Perlich (Fachliche Leitung des Instituts für Verkehrspsychologie des TÜV Thüringen) zeigten auf, welche Herausforderungen die Cannabis-Legalisierung für die Rechts-, Familien und Verkehrspsychologie mit sich bringt.

In Kurz-Workshops besprachen die Teilnehmer:innen anschließend, was die geplante „kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken an Erwachsene“, so die politische Bezeichnung, für die Suchtprävention bedeutet und wie damit umgegangen werden könnte.

Abschließend diskutierten die Referentinnen mit Kati Engel, MdL (Die LINKE), Dr. Cornelia Klisch, MdL (SPD) und Chrisoph Zippel, MdL (CDU) und den Teilnehmer:innen der Jahrestagung.

Das Team der Thüringer Fachstelle Suchtprävention möchte sich ganz herzlich bei allen Anwesenden für den regen Austausch und einegelungene, lebhafte Veranstaltung bedanken!

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