Nachrichtenarchiv


Schulungen

Seminar „Sucht und Märchen“: Am 30.05.2017 wird uns Frau Breitling von der MärchenWirkStätte in Lüneburg einen Input zum Thema „wie Märchen wirken – Einführung in die psychosoziale Märchenarbeit zur Sucht- und Rückfallprävention“ geben. Märchen sind Mutmachgeschichten! Sie stärken durch Identifikation mit dem Märchenhelden das eigene Selbstvertrauen. Sie schenken Mut, vielleicht wie der Märchenheld neue Wege zu wagen. Die Märchenbilder berühren und bewegen den Zuhörer emotional. Im Spiegel der Märchen erfahren wir verschiedenste Anteile unserer selbst. Diese Schulung richtet sich an unsere Suchtpräventionsfachkräfte. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Bundesaktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 12. bis 18. Februar 2017

In Thüringen wachsen schätzungsweise 66.000 Kinder zeitweise bzw. dauerhaft mit suchtkranken Eltern auf. Deutschlandweit sind es geschätzte 2,65 Millionen. Es ist wichtig hinzuschauen, nicht wegzugucken und den Kindern Hilfe anzubieten. Das, was die Kinder brauchen, ist ganz unterschiedlich. Zuverlässige Vertrauenspersonen, Kontakte für Notfallsituationen und Botschaften, wie „Du bist nicht schuld.“ oder „Du kannst es anders machen.“, sind für die Kinder von großer Bedeutung. In der jährlich um den Valentinstag stattfindenden COA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Kinder gelenkt werden, die unter den Suchtproblemen ihrer Eltern leiden. Auch in Thüringen nutzten 14 verschiedene Einrichtungen den Zeitraum um Aktionen zu starten, Projekte bekannt zu machen und über die Problemlagen der Kinder zu informieren. Von offenen Beratungs- und Telefonsprechstunden für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte über Fachveranstaltungen, Informationsständen an öffentlichen Orten, und Buchausstellungen, die Angebote sind vielseitig.  In Erfurt initiierte die Thüringer Fachstelle Suchtprävention gemeinsam mit dem Runden Tisch „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ im Rahmen der bundesweiten COA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien am 15. Februar 2017 einen Benefizeislauf. Dieser fand von 17.00 bis 19.00 Uhr in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle statt. Von jung bis alt, über 400 Thüringer Bürger*innen und konnten insgesamt 3550 Euro erlaufen und somit den Kindern aus suchtbelasteten Familien eine Stimme geben. Das erlaufene Geld wird zu 100%  an die Thüringer Hilfsangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien übergegeben. Unterstützt werden die vier Angebote „Jonathan“ aus Erfurt, „unabhängig“ aus Sömmerda, „Zauberland“ aus Nordhausen und „Baumhaus“ aus Arnstadt. Diese speziellen Hilfeangebote sind wichtig, um die Chancen der Kinder auf eine gesunde Entwicklung zu verbessern und dazu beizutragen, dass aus den Kindern von heute nicht die Süchtigen von morgen werden. Vielen Dank an die Sponsoren Reinhold-Beitlich-Stiftung, Stadtwerke Erfurt, die Kanzlei Reinhardt und Kollegen, Novasib und die Barmer, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre.     

 

Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht stellt neue Website für Fachkräfte online

Unter der Domain www.gluecksspielsucht-thueringen.de gibt es eine neue Website für die Fachkräfte in Suchthilfe, Jugendhilfe, Verwaltung, Forschung und Prävention. Die neue Internetpräsenz beinhaltet aktuelle Nachrichten und Neuigkeiten rund um die Thematik Glücksspiel und Glücksspielsucht ebenso wie fachspezifische Darstellungen, nützliche Kontaktadressen und ein Bestellsystem für Arbeits- und Präventionsmaterialien. Die bisherige Website der Fachstelle bleibt unter der Domain www.fairspielt.info bestehen und ist jetzt Informationsplattform für Glücksspieler*innen und deren Angehörigen.

 

4. Thüringer Jahrestagung Suchtprävention

LEBENSWELTEN VON JUGENDLICHEN IM BLICK Suchtprävention über das Setting Schule hinausgedacht Im alltäglichen Sprachgebrauch wird sehr oft von DER JUGEND oder DEN JUGENDLICHEN gesprochen. Dabei sind Jugendliche soziokulturell sehr unterschiedlich, denn sie verbringen ihren Alltag in verschiedenen Lebenswelten, suchen und finden dort ihren Sinn. Familie, Schule, Freundeskreise und Medien tragen maßgeblich zur individuellen Entwicklung jugendlicher Persönlichkeiten in deren Lebenswelten bei. Auch der Umgang mit Suchtmitteln wird u.a. durch in den Lebenswelten geprägten Wertevorstellungen, Vorbildrollen, Lebensbewältigungskonzepten und Risikokompetenzen geprägt. Deshalb ist es für die suchtpräventive Arbeit mit der Zielgruppe der Jugendlichen wichtig, über das Setting Schule hinauszuschauen und die Unterschiedlichkeit von jungen Menschen in den Blick zu nehmen. Wenn wir in der Suchtprävention junge Menschen erreichen, verstehen, begleiten und bewegen wollen, müssen wir herausfinden, was Jugendliche bewegt. Dies wollen wir im Rahmen der vierten Thüringer Jahrestagung Suchtprävention tun. Wir wollen herausfinden, in welchen Lebenswelten Jugendliche unterwegs sind, wofür sich Jugendliche interessieren, wie jugendliche Zukunftspläne aussehen, wie sie ihre Entwicklungsaufgaben bewältigen und wie Suchtprävention bezogen auf die Lebenswelten junger Menschen gestaltet werden sollte. In den Fachreferaten und Arbeitsgruppen  gehen wir direkt in die Lebenswelten hinein und stellen Good Practise Beispiele für die praktische Arbeit vor. Mit der vierten Thüringer Jahrestagung Suchtprävention bieten wir Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Erzieher*innen, Pädagog*innen, Suchtpräventionsfachkräften aus verschiedenen Arbeitsbereichen, Mitarbeiter*innen aus Suchtberatung, Jugendhilfe und Jugendschutz sowie interessierten Menschen die Möglichkeit, sich zu informieren und ihre Erfahrungen mit uns auszutauschen. Das Programm sowie die Anmeldung zur Jahrestagung können Sie aus dem Flyer entnehmen.

 

„Sportexperte = Wettexperte?“

‚Sportexperte = Wettexperte?‘ ist ein sogenanntes Erklärvideo, das in Zusammenarbeit von Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht (fdr e.V.), Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht Niedersachsen (NLS) und Landeskoordinierungsstelle Hessen (HSL e.V.) konzipiert und entwickelt wurde. Es richtet sich vor allem ansport- und fußballbegeisterte junge Männer. Das Video vermittelt in 95 Sekunden die Anreize und zugleich Risiken von Sportwetten. In einfacher Sprache fördert es mit animierten Bildern die Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Thema Sportwetten und zeigt auf die oft vorhandene Kompetenzüberschätzung der Wetter sowie die damit verbundenen Risiken. Zusätzlich gibt es Hinweise auf Informationsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote. Sportwetten sind gerade für junge Menschen und insbesondere junge Männer sehr verlockend: Die zahlreichen Angebote zu diesem Glücksspiel z.B. im Internet oder auch in den Wettvermittlungsstellen sind vielfach leicht verfügbar. Die Aussicht auf das schnelle und mit sportlichen Expertenwissen einfach verdiente Geld lässt das Adrenalin steigen. Mögliche Risiken werden vernachlässigt, das Gefühl alles im Griff zu haben, überwiegt. Doch Sportwetten sind Glücksspiele und können süchtig machen. Laut aktueller Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stieg im vergangenen Jahr die Teilnahme an Sportwetten in der Gruppe der 18 bis 20-Jährigen sprunghaft an. Der Problemspieleranteil ist unter den Sportwettern, verglichen mit anderen Glücksspielarten, relativ hoch. Hier gelten junge Männer und aktive Sportler als besonders gefährdet. Das Erklärvideo ist auf der Videoplattform YouTube und verschiedenen Webseiten veröffentlicht. Geplant ist außerdem noch je eine Videoversion in türkischer und in arabischer Sprache. Ansprechpartnerin: Claudia Frisch, Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht

 

Fortbildungsangebot „Prävention und Frühintervention bei Crystal Meth-konsum“

Die Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V. bietet bis zum Ende des Jahres Weiterbildungsmodule zum Thema ‚Prävention und Frühintervention bei Crystal Meth-konsum“ an. Die Module sind in sechs verschiedene Bereiche untergliedert. 1. Modul: Basismodul Sucht 2. Modul: Suchtmedizin 3. Modul: Betriebliche Suchtprävention 4. Modul: Interaktion 1 & 2 5. Modul: Crystal Meth 6. Modul: Crystal Meth – Vater, Mutter, Kind Weitere Informationen finden Sie im Flyer.

 

Fachtagung ‚Glücksspiel und Jugendschutz‘ am 07. September 2016

Wir möchten Sie auf unsere Fachtagung zum Thema Glücksspiel und Jugendschutz aufmerksam machen. Die Teilnehmer*innen werden über die aktuelle Situation des Jugendschutzes im Glücksspiel, die Handlungsbedarfe, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Aussichten und Notwendigkeiten für die Zukunft informiert und können durch den aktiven Dialog an der Bearbeitung der Thematik mitwirken. Über die Fachvorträge hinaus werden in zwei Arbeitsgruppen und einem Seminar für Behördenmitarbeiter*innen vertiefend die Themen: „Jugendschutz beim Online-Glücksspiel?!“ „Jugendschutz und Glücksspiel und die Rolle von Jugendhilfe und Schule“ und „Gewerbliches Spiel, Sportwetten und Jugendschutz“  diskutiert.  Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 07. September 2016, 09.00 bis 15.30 Uhr, im Sparkassen-Finanzzentrum, Erfurt statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.  

 

Pokémon Go – eine neue Sportart mit Suchtcharakter?

Eine Woche nach der unglaublich erfolgreichen Veröffentlichung von Pokémon Go in den USA, Australien und Neuseeland ist die neueste Trend-App auch in Deutschland verfügbar. Laut der Zeit bewegt sich das Spiel, was die Nutzungsintensität angeht, schon jetzt in derselben Liga wie Twitter, Snapchat, WhatsApp, Instagram und der Facebook Messenger. [1] Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention hat sich dieses Spiel aus verschiedenen Blickwinkeln einmal näher angeschaut: Was ist Pokémon Go? Pokémon Go ist ein Agumented-Reality-Game, was bedeutet, dass die eigene Umgebung zum Ort des Spielgeschehens wird. Die Spieler sehen sich dabei selbst auf einer Google Maps basierenden Landkarte und müssen sich auch in der realen Welt selbst bewegen, um wilde Pokémons zu fangen, zu trainieren und gegeneinander antreten zu lassen. Ist ein Pokémon im näheren Umkreis, greift die App auf die Kamera des Smartphones zu und plötzlich  erscheint ein Bisasam, Rattfratz oder Pikachu vor dem Spieler auf der Wiese, dem Weg oder den Domstufen. An so genannten PokéStops, die sich an Orten wie Kirchen, Denkmälern, originellen Graffitis oder bekannten Häusern befinden, können Items zum Fangen der Pokémon-Figuren gesammelt werden. Ein Spiel, das die Massen bewegt… Beeindruckend ist, dass ausgerechnet ein Videospiel seine Spieler zur Bewegung anregt. Offenbar so intensiv, dass bereits auf Twitter über schmerzende Füße aufgrund der Pokémon Jagd berichtet wird. Und auch die realen sozialen Kontakte werden durch das Spiel eher gefördert als vernachlässigt. Häufig finden sich auch ganze Gruppen von Spielern zusammen, um gemeinsam „spazieren“ bzw. auf die Suche nach Pokémons zu gehen. Gefahren lauern … …im Straßenverkehr: Wer in Deutschland beim Benutzen seines Handys während der Fahrt erwischt wird, begeht einen Verstoß gegen das Verkehrsrecht und muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Wird ein Autofahrer wiederholt erwischt, kann ihm sogar ein Fahrverbot erteilt werden.[2] Und auch als Fußgänger und Fahrradfahrer gilt es die StVO zu beachten. …im Netz: Benutzername, E-Mail, Gewicht … Ein weiterer wichtiger Punkt in Zusammenhang mit Pokémon Go ist der Datenschutz, denn die App verlangt Zugriff auf viele persönliche Daten. Laut den Datenschutzbestimmungen von Pokémon Go ist Niantic ebenfalls berechtigt den Standort sowie Protokolldaten, also Daten, wie eine Person den Service nutzt zu sichten. Das können z.B. die Internetprotokoll (IP)-Adresse, das Betriebssystem, die Webseite, die ein Nutzer vor dem Zugriff auf unsere Services besucht hat, Suchbegriffe, die ein Nutzer angeklickt hat und weitere statistische Daten sein. Zu Forschungszwecken, demografischen Erhebungen und ähnlichen anderen Zwecken können gesammelte Informationen und nicht-identifizierende Informationen Drittanbietern offengelegt werden. Am Ende der Datenschutzbestimmung schreibt Niantic: „Bitte seien Sie sich jedoch bewusst, dass keine Methode der Datenübertragung über das Internet oder zur Datenspeicherung vollständig sicher ist. Demzufolge können wir die absolute Sicherheit irgendwelcher Informationen nicht gewährleisten.“[3] Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention empfiehlt einen verantwortungsbewussten Umgang mit der App durch: Achtsamkeit auf Umwelt und im Straßenverkehr, um sich selbst und andere nicht zu gefährden: Der Verkehr fährt auch weiter, wenn auf der anderen Straßenseite ein Pokémon sitzt und auch das abrupte Anhalten um ein Pokémon einzufangen kann bei anderen Verkehrsteilnehmern für Verwirrung sorgen und zu Unfällen führen. Einen sorgsamen Umgang mit persönlichen Informationen vor Installation der App. Die Einhaltung der Kinder- und Jugendschutzbestimmungen. Laut den Datenschutzbestimmungen ist es Kindern unter 13 Jahren untersagt, diese App ohne ausdrückliche Erlaubnis der Eltern zu benutzen. Sowie eine abwechslungsreiche Gestaltung des Alltags, um den Suchtgefahren digitaler Medien entgegenzuwirken.

[1] http://www.zeit.de/digital/games/2016-07/pokemon-go-app-ios-android-deutschland
[2] http://www.bussgeldkatalog.de/handy/
[3] https://www.nianticlabs.com/privacy/pokemongo/de

 

Sommerzeit – Reisezeit

Mit dem Start in die Sommerferien geht auch die Haupturlaubszeit los. Laut Statista zieht es die Deutschen vor allem nach Spanien, Italien und Österreich. Aber auch Tschechien, Polen Russland und die nordischen Länder wie Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland sind beliebte Reiseziele. Um an das Reiseziel zu gelangen bzw. während der Urlaubszeit flexibel zu sein, nutzen die deutschen Urlauber*innen besonders gern das eigene Auto. Doch in Europa gibt es kein einheitliches Verkehrsrecht. Somit müssen gerade im Straßenverkehr die unterschiedlichen Vorschriften der einzelnen Länder beachtet werden. Auch für die Promillegrenze sowie die Geldbußen bei einem Verstoß gibt es keine einheitliche Regelung. Daher empfiehlt Ihnen die Thüringer Fachstelle Suchtprävention, sich bereits im Vorfeld des Urlaubs über die im jeweiligen Urlaubsland geltenden Vorschriften zu informieren. Sollten Sie bei der Einschätzung des eigenen Promillewertes unsicher sein, gehen Sie auf Nummer sicher, lassen das Auto stehen und steigen auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxis um. In Italien, Spanien, Österreich, Frankreich und einigen andere Ländern gilt wie auch in Deutschland der Grenzwert von 0,5 Promille. Ab 0,2 Promille riskieren Autofahrer in Norwegen, Schweden und Polen besonders hohe Geldstrafen. In vielen Osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Tschechien, Ungarn und Russland ist die Toleranz gegenüber Alkoholsündern am geringsten. Hier sollte selbst bei Speisen und Süßigkeiten auf geringe Alkoholmengen geachtet werden, da für Autofahrer die 0,0 Promille-Grenze gilt.  Übernahme der Grafik mit freundlicher Genehmigung von SUCHT SCHWEIZ. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Kampagne „VORBEI GERAUSCHT“

Die Ergebnisse der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigen, dass etwa 65 % der schriftlich befragten 12- bis 22-Jährigen bereits vor dem 18. Lebensjahr mindestens einmal im Monat übermäßig alkoholisiert mobil im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs waren. Mit durchschnittlich 15 Jahren findet nicht nur der erste übermäßige Alkoholkonsum statt, sondern auch die ersten Situationen alkoholisierter Mobilität. Die Ergebnisse zeigen auch, dass männliche Jugendliche risikofreudiger als weibliche Jugendliche sind. Circa 5 % der Befragten bezeichneten eine erlebte gefährliche Verkehrssituation als „echten“ Verkehrsunfall. Etwa 27 % verwiesen immerhin auf mindestens eine gefährliche Verkehrssituation unter Alkoholeinfluss vor dem 18. Lebensjahr. Die Bundesanstalt für Straßenwesen fordert in Anlehnung an die aufgeführten Ergebnisse der schriftlichen Befragung neue konkrete Präventionsmaßnahmen für jugendliche Verkehrsteilnehmer*innen. „Alkohol-Alles-im Griff!“ ist das Thüringer Bündnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Politik, der Vereine und Verbände, der Organisationen und der Wirtschaft sollen Bedingungen geschaffen werden, die einen maßvollen und kritischen Alkoholkonsum in der Thüringer Gesellschaft fördern. Im Rahmen des Thüringer Bündnisses entwickelt die Thüringer Fachstelle Suchtprävention des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. in Zusammenarbeit mit dem Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH die Präventionskampagne „VORBEI GERAUSCHT“, welches den Fokus nicht nur auf den Konsum von Alkohol legt, sondern auf alle Suchtmittel im Straßenverkehr erweitert. 2016 werden verschiedene Maßnahmen und Angebote im Rahmen der Kampagne „VORBEI GERAUSCHT“ entwickelt und in Thüringen implementiert. Weitere Informationen folgen in Kürze.

 

3. Thüringer Suchtpräventionspreis 2016 „Tonrausch – Junge Musiker setzen ein Zeichen“

Musik hat einen großen Stellenwert im Leben von Jugendlichen, sie ist ein stil- und statusprägendes Element auf dem Schulhof, in der Clique und bei der Auseinandersetzung mit sich selbst. In den unterschiedlichsten Settings hören die Jugendlichen tagtäglich ihre Musik und verehren ihre Stars. Musik erfüllt viele verschieden Funktionen. Sie dient zur Entfaltung von Talenten, Beschäftigung, zur Regulierung von Stimmungen oder als Ausdrucksmittel für Gefühle und Gedanken. Viele Musiker nutzen die Musik um ihre Freuden, Visionen, Unsicherheiten, Sorge und Ängste, auch in Bezug auf Drogen auszudrücken und anderen mitzuteilen. Um auf die Schnittstelle Suchtprävention und Musik aufmerksam zu machen, rufen wir unter dem Motto „Tonrausch – Junge Musiker setzen ein Zeichen“ Fachkräfte an Schulen und Jugendclubs auf, sich mit einer oder auch mehreren Jugendbands ihrer Einrichtung am dritten Thüringer Suchtpräventionspreis zu beteiligen. Das Plakat steht als Download zur Verfügung. Egal ob Rock, Pop, Metal, Rap, Indie, Hiphop oder andere Musikstile, gesucht werden junge Musiker, die sich auf musikalische Art und Weise mit dem Thema Sucht und Drogen auseinander setzen. Lassen Sie den Jugendlichen freien Lauf, ihre Gedanken zu dem Thema in einem Songtext zu verschriftlichen oder ihre Gefühle auf rein instrumentale Weise auszudrücken.  Die Bewerbungsfrist läuft bis zum Beginn der Sommerferien am 24. Juni 2016. Bitte senden Sie gemeinsam mit den Jugendlichen eine Videoaufnahme des Songs sowie das Formular an die Thüringer Fachstelle Suchtprävention.  Die Beiträge werden von einer Fachjury gesichtet und anhand von Wettbewerbskriterien bewertet. Die drei Bands mit den besten Songs sowie deren Betreuer aus Schule und Jugendclub dürfen sich über Geldpreise im Gesamtwert von 1.750 € (1. Platz: 1.000 €, 2. Platz: 500 €, 3. Platz: 250 €) freuen. Mit dem Thüringer Suchtpräventionspreis „Tonrausch – Junge Musiker setzen ein Zeichen“ wollen wir Ihr Engagement im Bereich Suchtprävention würdigen, Sie finanziell unterstützen und Ihre musikalischen Beiträge mit suchtpräventiven Hintergrund Thüringenweit bekannt machen. Hierfür werden die Gewinner auf der Thüringer Jahrestagung Suchtprävention am 26.10.2016 zum Thema „Lebenswelten im Blick – Suchtprävention mal anders gedacht“ und der Internetseite der Thüringer Fachstelle Suchtprävention vorgestellt.  Hier finden Sie Informationen zum Suchtpräventionspreis 2015 und den Gewinnern. Ansprechpartnerin:Frauke FölscheThüringer Fachstelle Suchtprävention Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Dubliner Str. 12, 99091 ErfurtTel.: 0361 346 17 46
Fax: 0361 346 20 23E-Mail

 

Kampagne „Kompetenz statt Abstinenz“

Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention ruft im Jahr 2016 die Kampagne ‚Kompetenz statt Abstinenz‘ ins Leben, bei der sich Jugendliche im Setting Jugendhaus gemeinsam kreativ und aktiv mit dem Thema ‚Risikokompetenz im Umgang mit allen Suchtmitteln‘ auseinandersetzen können. Für Jugendliche spielt der Konsum von Suchtmitteln eine große Rolle. Suchtprävention, die darauf zielt, die Welt frei von legalen und illegalen Suchtmitteln zu gestalten, ist ideologisch. Zielführend ist neben einer Verhältnisprävention ein verhaltenspräventiver Ansatz, welcher darauf setzt, dass Jugendliche ihre eigene Haltung hinsichtlich des Konsums von Suchtmitteln sowie in Bezug auf süchtige Verhaltensweisen reflektieren, positiv weiterentwickeln und Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmitteln erlangen. Bei der diesjährigen Kampagne sollen Motive und entsprechende Slogans für City-Cards entwickelt werden. Die Gewinnermotive und Leitsprüche werden auf City-Cards gedruckt und an den verschiedenen City-Card-Standorten in Thüringen verbreitet und erreichen somit auch andere junge Menschen. Die Ju-gendlichen erhalten eine öffentliche Anerkennung für Ihre Ideen und möglichst früh ein Bewusstsein für das Thema ‚Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmitteln‘. Hier finden Sie noch das A3 Plakat als Download, welches die Jugendlichen aufruft, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Die Darstellungen (Foto, Zeichnung, Collage etc.) sollen in den Maßen 148 mm x 105 mm mit einem entsprechenden Slogan zum Thema ‚Risikokompetenz im Umgang mit allen Sucht-mitteln‘ entwickelt und eingesendet werden. Bitte schicken Sie die Beiträge der Jugendlichen bis zum 12. August 2016 an die Thüringer Fachstelle Suchtprävention in die Dubliner Str. 12, 99091 Erfurt. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Ansprechpartner: Anja ZimmermannThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Dubliner Straße 12, 99091 ErfurtTelefon: 0361/ 346 17 46Fax: 0361/346 20 23E-Mail

 

Filmprojekt „Crystal“

Das Medienprojekt Wuppertal sucht Betroffene (ehemalige oder aktuelle Crystal-Nutzer) und Fachinstitutionen für Interviews. Zusammen mit dem Team aus Wuppertal soll ein Film zu Motive, Umstände, Wirkungen und Folgen des Konsums erarbeitet werden. Der Film wird öffentlich im Kino präsentiert und soll später als Aufklärungs- und Präventionsfilm dienlich sein. Weitere Informationen erhalten Sie hier. Ansprechpartner: Medienprojekt WuppertalDaniel HermannTel: 0202/563 26 47info@medienprojekt-wuppertal.dewww.medienprojekt-wuppertal.de

 

Jugendfilmtage am 27. & 28.4.2016

Am 27. und 28. April 2016 finden die Jugendfilmtage zum Thema „Nikotin und Alkohol Alltagsdrogen im Visier“ in Erfurt statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das CineStar Erfurt und die Erfurter Partner*innen laden Schulklassen sowie die Lehrkräfte herzlich ein. An diesen beiden Tagen gibt es MItmach-Aktionen und Filmvorführungen. Mehrere Informationen können Sie aus den Flyer entnehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Methodenschulung „Tom & Lisa“ am 26.04.2016

Der Workshop ‚Tom & Lisa‘ zum Thema Alkoholprävention wird von geschulten Fachkräften durchgeführt und ist für die Klassenstufen 7,8 und 9 geeignet. Bei dem interaktiven Planspiel laden Tom & Lisa ihre Geburtstagsgäste ein. Durch unterschiedliche Aufträge wird von der Planung bis hin zur gemeinsamen Gestaltung der Party mit Spaßfaktor ohne Alkohol durchgeführt. Hierbei lernen die Jugendlichen spielerisch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol aussieht und wie in Gefahrensituationen richtig reagiert werden kann. Auch die Eltern werden bei diesem Planspiel mithilfe eines Fragebogens ‚Elterninterview‘ einbezogen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Fachveranstaltung ‚Gesundheitsorientiertes Führen und Suchtprävention in Kliniken‘ am 18.04.2016

Das Präventionszentrum beschäftigt sich im Rahmen des Thüringer Bündnisses ‚Alkohol-Alles im Griff!‘ seit vielen Jahren mit dem Thema ‚Gesundheit am Arbeitsplatz‘; im Speziellen mit der Sensibilisierung für Verhaltensauffälligkeiten durch Suchtmittelkonsum. Unter Schirmherrschaft der Ministerin des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie. Frau Heike Werner ist es gelungen, den Bündnispartnern eine gute Plattform zur Vernetzung aller Beteiligten zu bieten. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung bieten wir u.a. Kooperationspartnern wie z.B. Krankenkassen interessierten Betrieben bedarfsorientierte Unterstützung an, um die Situation der berufstätigen Versicherten zu verbessern und gesundheitliche Ressourcen zu stärken. Anliegen der Fachveranstaltung ist es, mit Entscheidungsträgern wie z.B. der Geschäftsleitung, der Personalleitung, den Personal – Betriebsräten, Führungskräften, Arbeitsschutzbeauftragten und Betriebsärzten ins Gespräch zu kommen.  Wir laden Sie herzlich ins Helios-Klinikum-Erfurt ein, um gemeinsam mit der Ministerin Heike Werner, Prof. Dr. Volker Heyse, Kathrin Emmerich, Hinrich Mercker und Herbert Ziegler über Schlüsselkompetenzen von Führungskräften zu diskutieren. Hier finden Sie den Ablaufplan. Ansprechpartnerin: Präventionszentrum der SiT gGmbHFrau NöllerLöberstraße 3799096 Erfurt0361/212 80 80

 

‚Harter Schnitt‘ – neues Video zum Thema Glücksspielsucht

‚Harter Schnitt‘ ist ein Kurzfilm, der von der Thüringer Fachstelle Glücksspielsucht (fdr+ e.V.) konzipiert und gemeinsam mit dem Landesfilmdienst Thüringen e.V. umgesetzt wurde. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. Das Video anschauen können Sie hier: http://gluecksspielsucht.info/cms/front_content.php?idcat=131&idart=2024

 

Neue Methode zur Prävention Glücksspielsucht „Komm, spiel mit mir“

‚Komm, spiel mit mir‘ ist eine entwickelte Präventionsmethode der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht (fdr+ e.V.), bei der es sich um eine Kombination aus aktivem Spielen von beliebten Gesellschaftsspielen mit hohem Glücksanteil und der Arbeit mit zwei Kartensets (a‘ 30 Karten) handelt. Nähere Informationen zur Methode, deren Einsatz und zur Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

 

Fachveranstaltung FASD am 17.02.2016

Im Rahmen der „COA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien“ vom 14.-20. Februar 2016 führt das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie am 17.02.2016 eine Fachveranstaltung zum Thema Fetales Alkoholsyndrom in Erfurt durch. Nähere Informationen zur Aktionswoche erhalten Sie hier. Die Veranstaltung startet 13:00 Uhr mit einem Grußwort der Ministerin Heike Werner. Anschließend erwarten Sie mehrere Fachvorträge sowie eine Podiumsdiskussion, die Raum für den fachlichen Austausch bietet. Für die Ärzte wird es Fortbildungspunkte geben. Die Einladungen werden gemeinsam mit dem Programm Anfang Dezember durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie versandt. Das Programm finden Sie hier. Wenn Sie möchten, können Sie sich bereits hier für die Fachveranstaltung anmelden. Ihre Ansprechpartnerin ist Frauke Fölsche von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention.

 

Safer Internet Day 2016

Am 09.02.2016 ist der Safer Internet Day 2016. Bei diesem Aktionstag geht es um die Aufmerksamkeit und Sensibilisierung für mehr Sichreheit im Internet. Auf der Seite Klicksafe.de können Sie alle deutschlandweiten Aktionen und Maßnahmen sehen und sich weitere Informationen holen.

 

Ein Selbsthilfe-Angebot für Menschen mit Methamphetamin/Crystal – Erfahrung

Das Online-Portal ‚Breaking-Meth‘ ist ein virtuelles Selbsthilfe-Angebot und Forschungsprojekt. Es wird vom Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) entwicklet und durch das Projekt ‚Drug Scouts‘ aus Leipzig betrieben und moderiert. Das Online-Angebot richtet sich an Menschen, die ihren Methamphetaminkonsum reduzieren/ einstellen wollen und an ehemalige, abstinete Konsumenten und Konsumentinnen Der Mitgliederbereich steht Betroffenen offen und weist eine Reihe von Besonderheiten auf, unter anderem unterschiedliche virtuelle Räume für verschiedene Zielgruppen, umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für Mitglieder und eine Funktion zum Ausblenden von potentiell problematischen, „triggernden“ Inhalten (Suchtdruck-erzeugende Schilderungen, Berichte zu Gewalterfahrungen). Die Mitgliedschaft ist anonym, es wird lediglich eine gültige Email-Adresse benötigt.

 

7. Bundeswettbewerb Kommunale Suchtprävention zum Thema ‚Innovative Suchtprävention vor Ort‘ ausgeschrieben

Am 22. September 2015 haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung den Startschuss zum 7. Bundeswettbewerb ‚Vorbildliche Strategien zur kommunalen Suchtprävention‘ gegeben. Das Thema des diesmaligen Wettbewerbs lautet ‚Innovative Suchtprävention vor Ort‘. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Maßnahmen und Projekte zur kommunalen Suchtprävention – auch angesichts neuer Substanzen und Konsumformen – intensiver kennenzulernen und sie bundesweit bekannt zu machen. Es sollen diejenigen Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezeichnet werden, die Modellhaftes entwickelt haben, das in seinen Erfolgen übertragbar ist, und die mit ihren neuen Ideen zu suchtpräventiven Aktivitäten ein gutes Beispiel für andere Kommunen geben. Eingeladen zur Teilnahme sind alle deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Als Anreiz zur Wettbewerbsteilnahme steht ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich lobt der GKV-Spitzenverband einen Sonderpreis von 10.000 Euro zum Thema ‚Mitwirkung von Krankenkassen bei innovativen kommunalen Aktivitäten zur Suchtprävention‘ aus. Mit der Betreuung des Wettbewerbs ist das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) beauftragt worden, das für die Laufzeit des Wettbewerbs ein Wettbewerbsbüro eingerichtet hat. Kontaktdaten zum Wettbewerbsbüro, Informationen zum Wettbewerb sowie die Bewerbungsunterlagen stehen im Internet unter:www.kommunale-suchtpraevention.de zur Verfügung. Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 15. Januar 2016. Die Preisverleihung findet im Juni 2016 in Berlin statt.

 

Fachtag ‚Suchterkrankung und Familiensystem‘ am 16.12.2015

Die PSBS Mühlhausen und das Präventionszentrum der SiT-Suchthilfe in Thüringen gGmbH veranstalten  in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. einen Fachtag, um für das Thema ‚Suchterkrankung und Familiensystem‘ zu sensibilisieren. Nähere Informationen erhalten Sie hier. 

 

Offizielle Eröffnung der interaktiven Ausstellungen ‚High 5‘ und ‚Spielglück – Glücksspiel‘ an der Erfurter Ernst-Benary Schule am 25. September 2015

Am 25. September 2015 war die offizielle Eröffnungsveranstaltung der interaktiven Ausstellungen ‚High 5‘ und ‚Spielglück – Glücksspiel‘ in der Erfurter Ernst-Benary Schule. Die zwei interaktiven Ausstellungen wurden vom Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH in Kooperation mit der Thüringer Fachstelle Suchtprävention sowie der Fachstelle Glücksspielsucht des fdr+ Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, mit den Schwerpunkten illegale Drogen ‚High 5‘ und Gewinnen und Verlieren ‚Spielglück – Glücksspiel‘, entwickelt. Weitere Informationen zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung der interaktiven Ausstellungen an der Ernst-Benary-Schule in Erfurt erhalten Sie hier.In den fünf Thüringer Schulämtern kann die interaktive Ausstellung ‚High 5‘ ab dem Jahr 2016 ausgeliehen werden. Schulungen für Pädagog/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen, Mitarbeiter/-innen der Jugendhilfe sowie Suchtpräventionsfachkräften werden durch das Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH und die Thüringer Fachstelle Suchtprävention koordiniert und durchgeführt. Ansprechpartner:SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbHPräventionszentrum ErfurtLöberstraße 3799096 ErfurtTel.: 0361 / 212 80 80Fax: 0361 / 212 80 81E-Mailwww.praevenion-info.de Thüringer Fachstelle SuchtpräventionDubliner Str. 1299091 ErfurtTel.: 0361 / 346 17 46Fax: 0361 / 346 20 23E-MailThüringer Fachstelle GlücksSpielSuchtDubliner Str. 1299091 ErfurtTel.: 0361 / 346 17 46Fax: 0361 / 346 20 23E-Mailwww.gluecksspielsucht.info

 

Presseinformation – Glücksspielsucht statt Traumauto

Erfurt, den 23. September 2015 / fdr+Aktionstag Glücksspielsucht am 23. September 2015: Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht betont die Notwendigkeit von Prävention Durchschnittlich 63.000 Euro Schulden hat ein verschuldeter Spieler, wenn er in einer Suchtberatungsstelle in Thüringen Hilfe sucht. Das entspricht etwa dem Wert eines flotten und teuren Sportwagens. Die hohe Schuldenlast ist eine der gravierendsten negativen Auswirkungen einer Glücksspielsucht und betrifft die gesamte Familie.Im Freistaat gelten circa 10.000 Menschen als glücksspielsüchtig. Der Einstieg in das Glücksspiel erfolgt meist bereits im Jugendalter. Nach einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jeder fünfte Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren 2013 an einem Glücksspiel teilgenommen, obwohl Glücksspiele erst ab 18 Jahren erlaubt sind.’Kinder und Jugendliche befinden sich mitten in der Entwicklung und sind deshalb im Bereich des Glücksspielens – ebenso wie beim Alkoholkonsum oder Rauchen – besonders gefährdet. Sie brauchen einen konsequenten Schutz und gute Präventionsarbeit‘, so die Soziologin Claudia Kirschner von der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht. ‚Jugendschutzrechtliche Regelungen sind zwar ausreichend, werden aber immer wieder unterlaufen. Trotz Jugendschutzbestimmungen gelingt es Jugendlichen, an Glücksspielen teilzunehmen. Mögliche Risiken werden von den jungen Spielern ausgeblendet. Das Gefühl, alles im Griff zu haben, überwiegt. Doch Glücksspielen kann süchtig machen.’Die hohe Verfügbarkeit von Glücksspielen im Internet oder in Spielhallen und Gaststätten, ein speziell auf Jugendliche abzielendes Marketing der Anbieter sowie eine unzureichende Umsetzung des Jugendschutzes erhöhen das Risiko für problematisches Glücksspielverhalten im Jugendalter.Um junge Heranwachsende zu schützen, hilft es, sie über die Gefahren beim Glücksspielen aufzuklären und sie in ihrer Lebenskompetenz zu stärken. So werden gute Voraussetzungen geschaffen, damit sie später nicht durch das Glücksspielen in eine finanzielle Schieflage geraten oder sogar an einer Glücksspielsucht erkranken.Einen neuen Impuls für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen gibt die interaktive Ausstellung ‚Spielglück-Glücksspiel‘. An sechs Stationen können sich Jugendliche mit Themen wie Gewinnen und Verlieren, Geld und Glück sowie mit problematischem Spielverhalten auseinandersetzen und über eigene Erfahrungen nachdenken. Mit einem Festakt in der Erfurter Ernst-Benary-Schule wird am 25. September 2015 die Ausstellung eröffnet. Später kann die Ausstellung an verschiedene Thüringer Standorte ausgeliehen werden.Die Ausstellung wurde vom Präventionszentrum der Suchthilfe in Thüringen (SiT gGmbH) in Kooperation mit der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. entwickelt und eignet sich besonders für den Einsatz in Schulen und in der Jugendarbeit. Sie wird durch das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert. Ihre Ansprechpartnerin: Claudia KirschnerThüringer Fachstelle GlücksSpielSuchtTel.: 0361 3461746Fax: 0361 3462023 gluecksspielsucht@fdr-online.info         www.gluecksspielsucht.info

 

Förderverein der DHS vergibt zum 3. Mal Präventionspreis. Teilnehmen lohnt sich – es sind insgesamt 2.000 Euro zu gewinnen!

Bereits zum dritten Mal schreibt der Förderverein der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. im Rahmen der Aktionswoche Alkohol 2015 den Präventionspreis aus. Prämiert werden alle Initiativen mit dem Ziel eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol im Verein.Ihre Teilnahme ist somit nicht nur gut für die Gesundheit und das Vereinskonto – auch Ihr Imagegewinn ist groß. Der präventive, verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol und die Einhaltung des Jugendschutzes – hier setzt der Präventionspreis des DHS-Fördervereins an.Jugendschutz ist ein wichtiges Thema in Ihrem Verein? Sie haben ein Konzept zur Alkoholprävention entwickelt und erfolgreich umgesetzt?Unkonventionelle Ideen, Alkohol und Jugendschutz im Vereinsleben zu vereinbaren sind bei Ihnen im Gespräch und warten nur darauf, umgesetzt zu werden?Sie haben überzeugende Antworten auf die Frage nach dem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol in Ihrer Vorbildrolle?Die Spannbreite der Aktionen ist weit: sie kann beginnen bei Initiativen zur Verringerung des Konsums über Bandenwerbung ohne Alkoholsponsoren bis hin zum alkoholfreien Verein. Ziel ist es, diese Wege in der Prävention und im Jugendschutz bekannt zu machen, damit sie Nachahmer finden und größere Wirkung erlangen. Für die Vereine bedeutet der Gewinn des Präventionspreises nicht nur einen finanziellen Nutzen – die Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsstellen können die Außen- und Signalwirkung dieses Preises für den Ruf und das Image des Vereines gezielt einsetzen. Machen Sie mit, wir freuen uns auf Ihre Einsendung! Die Preisverleihung findet im Juni 2015 imRahmen der Eröffnung der Aktionswoche Alkohol statt. Die Preisträger werden auf der Webseite der Aktionswoche Alkohol präsentiert. Die Teilnahmeinformationen: Teilnehmen können alle Vereine mit Jugendabteilungen und deren Mitglieder. Vereine mit mehreren Jugendabteilungen können sich auch mit mehreren Projekten bewerben. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2015. Das Projekt sowie dessen Konzeption und Umsetzung müssen deutlich beschrieben sein. Bitte achten Sie darauf, auch einzelne Entwicklungsschritte und Erfolge darzustellen. Form und Umfang Ihrer Darstellung bleiben Ihnen überlassen. Sie können es in schriftlicher als auch in digitaler Form (gerne auch einen Kurzfilm) übermitteln. Die Projekte müssen in den Jahren 2014 und/oder 2015 durchgeführt worden sein oder durchgeführt werden. Bitte senden Sie die Unterlagen entweder per Post an:Förderverein der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)Frau Rita Hornungc/o Marianne von Weizsäcker StiftungIntegrationshilfe für ehem. Suchtkranke e.V.Grünstraße 9959063 Hammoder per E-MailDie Jury setzt sich aus einem unabhängigen Expertenkreis des DHS-Fördervereins zusammen.

 

Thüringer Gesundheitswoche ‚PRÄVENTION – Gesund in jedem Alter‘ vom 07. bis 13. März 2015 in Erfurt

Unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie findet im Rahmen der Thüringen Ausstellung vom 07. bis 08. März 2015 in der Messehalle 1 der Messe Erfurt die Thüringer Gesundheitsmesse „PRÄVENTION – Gesund in jedem Alter“ statt. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention wird am 07.03.15 das Thema Suchtprävention mit einem Stand vertreten sowie die Messebesucherinnen und –besucher über suchtrelevante Themen und Suchtpräventionsmöglichkeiten informieren. Die Gesundheitsmesse ist gleichzeitig der Start der Thüringer Gesundheitswoche, die bis 13.03.2015 andauert. Thüringenweit finden in den Städten und Gemeinden mehr als 200 Aktionen zum Thema „PRÄVENTION – Gesund in jedem Alter“ statt. Die Thüringer Fachstelle beteiligt sich am 12. März 2015 ganztägig mit Informationsstationen vor Ort in der Dubliner Str. 12 und Informationen per Telefon zu Suchtmittel und Prävention, Glücksspielsucht, Kinder aus suchtbelasteten Familien und Lotsennetzwerk Thüringen. Ansprechpartnerinnen:Marina KnoblochClaudia KirschnerCharlotte Stamm Thüringer Fachstelle Suchtprävention Dubliner Str. 12, 99091 Erfurt Telefon: 0361 3461746 E-Mail

 

‚…und DU bist raus!‘ – Durch die Schule gerauscht. Schülerwettbewerb im Schuljahr 2014/2015

Der diesjährige Schülerwettbewerb widmet sich einem besonderen Thema, dem Rauschmittelmissbrauch an Thüringer Schulen. Täglich wurden im Jahr 2013 bundesweit durchschnittlich 70 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung durch „Komasaufen“ ins Krankenhaus eingeliefert. Das Thüringer Landeskriminalamt verzeichnete im gleichen Zeitraum 8.740 Rauschgiftdelikte, 55 Fälle davon allein an Schulen, wovon in 30 Fällen 14 bis 18-Jährige beteiligt waren. Gestiegen ist seit 2008 auch die Zahl der Konsumenten harter Drogen. „Crystal“ steht dabei immer noch an erster Stelle. Das ist alarmierend.Mit diesem Schülerwettbewerb sollen sich Schülerinnen und Schüler mit der Sucht- und Konsumproblematik und den sich daraus ergebenden Konflikten in Schule und Familie bishin zu rechtlichen Konsequenzen auseinandersetzen. Wie kommt es zur Abhängigkeit? Welchen Stellenwert nehmen Rauschmittel heute schon bei den Jugendlichen ein? Woran erkenne ich Drogenkonsum bei meinen Freunden und wie reagiere ich angemessen darauf? All das sind wichtige Fragen, die im Rahmen des Wettbewerbes beleuchtet werden sollen. Den Informationsflyer finden Sie hier. Preise: Die besten Einsendungen werden vor den Sommerferien 2015 im Thüringer Landtag prämiert: 1. Preis 2.000 €2. Preis 1.500 €3. Preis 1.000 €Der Einsendeschluss ist der 31. Mai 2015Kontakt:Thüringer Ministerium für Inneres und KommunalesPressestelle/ÖffentlichkeitsarbeitSteigerstraße 2499096 ErfurtPostfach 90013199104 Erfgurt

 

25. Februar 2015: Fachtag ‚Jugendschutz – attraktiv gestalten‘

Der durch die LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. erarbeitete und erprobte Jugendschutzparcours ‚Stop & Go‘ stellt ein niedrigschwelliges Angebot dar, das Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich selbständig, spielerisch und reflektiert mit, den Jugendschutz betreffenden, Themen „Das Jugendschutzgesetz“, „Medien und Jugendschutz“, „Sucht“ und „Konsum“ auseinanderzusetzen. Methodisch aufbereitete Materialien geben Anregungen zum Nachdenken und zur Diskussion, indem sie an die Alltagswelt der Jugendlichen anknüpfen und sie mit Gefährdungen sowie gesetzlichen Vorgaben konfrontieren.Nach einem erfolgreichen Projektverlauf in Thüringen und der intensiven Schulung zahlreicher MultiplikatorInnen aus der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe und aus Schule und freier Jugendarbeit sowie der entsprechenden wissenschaftlich begleiteten Evaluation arbeiten zukünftig drei weitere Modellregionen, nämlich Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg im Rahmen eines Bundesmodellprojektes mit den Möglichkeiten des Jugendschutzparcours. Die Beschäftigung mit dem Kinder- und Jugendschutz attraktiver machen! – Dies ist ein zentrales Anliegen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) – das Projekt „Stop & Go – Ein Jugendschutzparcours zum Mitmachen“ bietet hier eine adäquate Möglichkeit.Im Rahmen des Fachtages möchten wir Ihnen die Praxis des Jugendschutzparcours „Stop & Go“ nahe bringen, die fachlichen Hintergründe im Rahmen der Evaluationsergebnisse erläutern und Sie zum persönlichen Mitmachen im Jugendschutzparcours anregen. Des Weiteren erwarten Sie die Vorstellungen eines pädagogischen und eines juristischen Gutachtens zum § 14 SGB VIII/Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz. Die anschließende Podiumsdiskussion widmet sich dem zentralen Anliegen der BAJ, indem hier die Attraktivität des Jugendschutzes aus praktischer und theoretischer Sicht beleuchtet wird. Mit dem Programm möchten wir alle Fachkräfte aus der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ansprechen. Gleichzeitig möchten wir die Fachkräfte der Koordinierungsstellen der einzelnen Bundesländer vorstellen, welche Ihnen im Jahr 2015 für Weiterbildungen von MultiplikatorInnen zur Verfügung stehen.Ansprechpartnerin:Karin KretschmerLandesarbeitsgemeinschaft Kinder- undJugendschutz Thüringen e. V.Johannestraße 19 | 99084 ErfurtTelefon: 0174-2646401 | Fax: 0361-6442265E-MailInternet

 

Froh zu sein bedarf es wenig… – bewegendes Benefizkonzert für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Erfurt, 02.03.2015/fdr – Rund 100 Menschen gaben Kindern aus suchtbelasteten Familien in der Blasii Kirche in Nordhausen ihre Stimme. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention hatte am 28. Februar 2015 zum Benefizkonzert für Kinder aus suchtbelasteten Familien geladen. In der Blasii Kirche in Nordhausen erwarteten die Besucher zunächst Informationen rund um das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien. Bei Kaffee und Kuchen lernten die Gäste bestehende Hilfsangebote kennen und begegneten betroffenen Kindern über eine Videopräsentation. Der Thüringische Akademische Singkreis begeisterte das Publikum mit Chormusik von Byrd, Purcell, Dallapiccola und Brahms. Am Ende des Konzertes gaben Chor und Gäste unter dem Motto der vorangegangenen Bundesaktionswoche den „vergessenen Kindern“ mit dem Kanon „Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König“ von August Mühling ihre Stimme. Insgesamt wurden im Rahmen des Benefizkonzertes am 28. Februar 2015 etwa 800 € für die Projekte „Jonathan“, „unabhängig“ und „Zauberland“ für Kinder aus suchtbelasteten Familien gesammelt. Die Spenden werden für Materialien für Tagesangebote und Freizeiten mit betroffenen Kindern eingesetzt. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Runden Tisch „Kinder aus suchtbelasteten Familien in Thüringen“. Der Dank gilt all den fleißigen Händen, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben. Das Plakat zur Veranstaltung finden Sie hier. Ansprechpartnerin:Charlotte StammThüringer Fachstelle SuchtpräventionDubliner Str. 12, 99091 ErfurtTelefon: 0361 3461746E-Mail Bild: Thüringer Fachstelle Suchtprävention

 

8. bis 14. Februar: Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien – 19 regionale Veranstaltungen und große Spendenaktion in Thüringen

Seit 2010 initiieren die Vereine „Nacoa Deutschland“, „Such(t)- und Wendepunkt“ sowie „Kunst gegen Sucht“ die Bundesaktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien. In diesem Jahr findet diese vom 8. bis 14. Februar statt. In Thüringen gibt es über 19 regionale Aktionen. Informationen zur Bundesaktionswoche finden Sie auf der Internetseite www.coa-aktionswoche.de. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention initiiert gemeinsam mit dem Runden Tisch Kinder aus suchtbelasteten Familien im Rahmen der Bundesaktionswoche zum ersten Mal eine Spendenaktion. Unterstützt werden die Thüringer Angebote „Jonathan“, „Zauberland“ und „Unabhängig“. Das gesammelte Geld fließt in Materialien zur Gestaltung von Angeboten und Freizeiten für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Helfen Sie mit! Geben Sie Kindern aus suchtbelasteten Familien Ihre Stimme und unterstützen Sie die Hilfeangebote in Thüringen. Für Spenden steht bis zum 28. Februar 2015 folgendes Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft offen: Empfänger: Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V., IBAN: DE22 2512 0510 0007 4219 01, BIC: BFSWDE33HAN, Stichwort: Spende Kinder aus suchtbelasteten Familien.Höhepunkt der Spendenaktion ist das am 28. Februar 2015 ab 15:00 Uhr in der Blasii Kirche in Nordhausen stattfindende Benefizkonzert (Eintritt 10 €, kein Vorverkauf). Dieses wird in Kooperation von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention und dem Thüringischen Akademischen Singkreis e.V. (TASK) veranstaltet und durch die Mitglieder des Runden Tisches unterstützt. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern geht zu 100 % an Thüringer Angebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien.Während der Bundesaktionswoche vom 8. bis 14. Februar 2015 machen 19 Aktionen in Thüringen auf die Situation von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien aufmerksam. In Schleiz wird eine Ausstellung zum Thema eröffnet. Außerdem werden dort sowie in Pößneck offene und Telefonsprechstunden für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte angeboten. In Sömmerda wird ein neues Hilfeangebot vorgestellt. In Hildburghausen und in Nordhausen finden Themen- und Informationsveranstaltungen statt.In Waltershausen wird ein „Runder Tisch“ zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien gegründet. In Gera finden Vorleseaktionen in Kindertagesstätten statt und in Jena werden ein Eltern-Kind-Frühstück, ein Schwimmnachmittag sowie ein Nähkaffee für betroffene Familien organisiert.Haben Kinder aus suchtbelasteten Familien und Kinder mit gesunden Eltern die gleichen Chancen für ein gesundes Aufwachsen? Charlotte Stamm, Koordinatorin des Runden Tisches Kinder aus suchtbelasteten Familien in Thüringen, sagt „Nein!“. Noch zu häufig wird diese Hochrisikogruppe für die Entwicklung von eigenen Suchterkrankungen, psychischen Erkrankungen oder sozialen Auffälligkeiten nicht erkannt und in ihrer Größe unterschätzt.Dabei wachsen in Thüringen schätzungsweise 66.000 Kinder zeitweise bzw. dauerhaft mit suchtkranken Eltern auf. Deutschlandweit sind es geschätzte 2,65 Millionen.Es ist wichtig hinzuschauen, nicht wegzugucken und den Kindern Hilfe anzubieten. Das, was die Kinder brauchen, ist ganz unterschiedlich. Zuverlässige Vertrauenspersonen, Kontakte für Notfallsituationen und Botschaften, wie „Du bist nicht schuld.“ oder „Du kannst es anders machen.“, sind für die Kinder von großer Bedeutung.Spezielle Hilfeangebote wie sie sich momentan in Pößneck, Sömmerda, Nordhausen und Erfurt etablieren, sind wichtig, um die Chancen der Kinder auf eine gesunde Entwicklung zu verbessern. Leider gestaltet sich die finanzielle Situation der Angebote immer noch schwierig. Ziel muss es daher sein derartige Hilfeangebote als Regelangebote zu etablieren. Eine Liste der Aktivitäten in Thüringen finden Sie hier. Ansprechpartnerin:Charlotte StammThüringer Fachstelle SuchtpräventionDubliner Str. 12, 99091 ErfurtTelefon: 0361 3461746E-Mail

 

„Kein Alkohol beim Sport“ Prävention Aktiv- Sie sind gefragt!

Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention führt auch 2015 die Kampagne ‚Kein Alkohol beim Sport!‘ weiter. Dieses Jahr richtet sich der Wettbewerb an Sportvereine in Thüringen. Kinder und Jugendliche werden aufgerufen, einen Slogan für Trikots zu entwickeln und zu gestalten. Der Slogan soll aussagen, dass Alkohol und Sport nicht zusammenpassen. Der Gewinnerverein erhält einen Satz Trikots mit dem selbstkreierten Slogan. ‚Ziel dieser Aktion ist es, bei Jugendlichen möglichst früh ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Alkohol vor, während oder nach dem Sport nichts zu suchen hat‘, erklärt Kathrin Liebelt von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention. ‚In den Sportvereinen ist Alkohol häufig ein Thema, denn ob Sieg oder Niederlage, es gibt immer einen Grund zum Anstoßen.‘ Etwa 2,5 Liter Wasser verliert der menschliche Körper jeden Tag. Besonders hoch ist der Flüssigkeitsverlust, wenn wir ins Schwitzen kommen, also etwa bei großer Hitze im Sommer oder bei sportlicher Betätigung. So verlieren wir z. B. bei einer Stunde Radfahren circa 0,8 Liter Flüssigkeit! Da der Körper keine Wasserreserven bilden kann, ist es wichtig, ihm wieder ausreichend Flüssigkeit über Nahrung und Getränke zuzuführen – aber nicht in Form von Alkohol. Egal ob vor, während oder nach dem Training, es sollte kein Alkohol getrunken werden. Denn dadurch verlangsamt sich die Fettverbrennung, es steigt die Gefahr von Sportunfällen und der Muskelaufbau wird gehemmt. Außerdem entzieht Alkohol dem Körper Wasser, wodurch die Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird. Um die Sportvereine auf die Kampagne aufmerksam zu machen, können A2 Plakate kostenfrei bestellt werden. Gern stellen wir den Trainern und Übungsleitern eine PowerPoint Präsentation zur Verfügung, um sich mit den Kindern und Jugendlichen mit dem Thema ‚Alkohol und Sport‘ auseinandersetzen zu können. Wir freuen uns auf kreative Einsendungen bis zum 19. Juni 2015.   Ansprechpartnerin: Kathrin LiebeltThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Tel.: 0361 3461746E-MailInternet

 

On Tour – Die Mitmach-Initiative unterwegs in Deutschland

Tabak, Alkohol und andere Suchtmittel können die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefährden. Frühe Vorbeugung hilft, junge Menschen vor Missbrauch zu schützen und ihnen ein suchtfreies Leben zu ermöglichen. Das ist eine Aufgabe für alle Erwachsenen, die Verantwortung für junge Menschen tragen. Für dieses gemeinsame Engagement wirbt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit ihrer deutschlandweiten Aktions-Tour „Kinder stark machen“. Auf dem Tourplan stehen jedes Jahr rund 20 Familien- und Sportfeste – vielleicht auch in Ihrer Nähe. Das „Kinder stark machen“-Team sorgt dafür, dass neben den wichtigen Informationen rund um das Thema Suchtvorbeugung und Kindergesundheit der Spaß nicht zu kurz kommt und der Veranstaltungsbesuch ein nachhaltiges Erlebnis für Kinder und Erwachsene wird. Hier macht die BZgA in diesem Jahr mit ihrem Erlebnisland Station. Was Du selbst erlebst, hinterlässt den stärksten Eindruck – das ist die Devise des „Kinder stark machen“-Erlebnislandes, mit dem die BZgA Sport- und Familienfeste in ganz Deutschland besucht. Weitere Informationen.  

 

„Mehr MUT“ – Erziehungskompetenztraining für substanzmittelkonsumierende Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern – Schulung am 4. und 5. November in Erfurt

Mehr-MUT! zielt darauf ab, Müttern, deren Kinder eventuell von FAS oder FASD betroffen sind, in der Schnittstelle von Frühen Hilfen und Suchthilfe passgenaue Unterstützung in der Erziehungskompetenz anzubieten. Das manualisierte Programm, das als Gruppentraining angeboten werden kann, basiert auf neun Modulen, die u.a. die Themen Selbstfürsorge und -achtsamkeit, mütterliche Stressbewältigung, generelle Erziehungskompetenzen, Erkennen von FASD-assoziiierten Auffälligkeiten, Auswirkungen anderer in der Schwangerschaft konsumierten Substanzen auf die kindliche Entwicklung, Umgang mit von FASD-betroffenen Kindern usw. beinhalten. In der Schulung wird zunächst auf FASD-Ursachen und Auswirkungen eingegangen, um auf Basis dieser Grundlagen das Manual theoretisch wie praktisch mit Schulungs-teilnehmer/-innen zu erarbeiten. Ziel der Schulung ist die Einführung in das zur Verfügung gestellte Manual, so dass berufserfahrene Teilnehmer/-innen nach der Schulung selbstständig das Training durchführen können. Zielgruppe:Die Schulung richtet sich an Sozialarbeiter/-innen, Psycholog/-innen, Pädagog/-innen in Frühen Hilfen (u.a. Schwangerschaftsberatung), Suchthilfe, Erziehungsberatungsstellen. Kurzprofil der Referentin:Prof. Dr. Tanja Hoff, Dipl.-Psychologin, seit 2010 Professorin für Psychosoziale Prävention, Intervention und Beratung an der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Köln und Mitglied am dortigen Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP). Seit 2000 verschiedene sozial-, sucht- und gesundheitspsychologische Forschungsprojekte, u.a. zu Akkulturation und Alkohol, Kinder psychisch kranker Eltern, Sucht im Alter usw. Seit 2002 psychotherapeutisch tätig, u.a. im Rahmen der Weiterbildungen in systemischer Familientherapie und zur Psychologischen Psychotherapeutin, seit 2003 Dozentin im Masterstudiengang Suchthilfe/Suchttherapie der KatHO NRW, seit 2011 Studiengangsleitung des Masterstudiengangs Ehe-, Familien- und Lebensberatung der KatHO NRW, Studienort Köln. Ablauf:Die Schulung findet am 4. November 2014 von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr sowie  am 5. November von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Thüringer Fachstelle Suchtprävention (Dubliner Str. 12, 99091 Erfurt) statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflegen sich selbst. Es stehen verschiedene Versorgungsmöglichkeiten im nahe gelegenen Thürin-gen Park zur Verfügung. Anmeldung:Bitte melden Sie sich für die Schulung mit dem zugehörigen Formular oder per E-Mail (stamm@fdr-online.info) bis zum 13. Oktober 2014 verbindlich an. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 20 Personen beschränkt. Weitere Informationen finden Sie in der Einladung zur Schulung.

 

DOKUMENTATION zur Thüringer Jahrestagung Suchtprävention 2015 vom 21. Oktober 2015 ab sofort hier erhältlich!!!   

Auch in diesem Jahr fand wieder die Thüringer Jahrestagung Suchtprävention, diesmal im Sparkassen-Finanzzentrum Erfurt in der Bonifaciusstr. 14 unter dem Motto ‚Suchtpotentiale und Suchtpräventionspotentiale von Medien‘, erfolgreich statt. In Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. bot die Veranstaltung Lehrer/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen, Erzieher/-innen, Pädagogen/-innen, Suchtpräventionsfachkräften aus verschiedenen Arbeitsbereichen, Mitarbeiter/-innen aus Suchtberatung, Jugendhilfe und Jugendschutz sowie interessierten Menschen die Möglichkeit zur Information und zum Erfahrungsaustausch. Eine Dokumentation über die 3. Thüringer Jahrestagung Suchtprävention erhalten Sie hier. Mit dem Fokus auf die Schnittstelle Suchtprävention und Medien wurde im Rahmen der Jahrestagung erneut der Thüringer Suchtpräventionspreis „Schule macht’s vor 2.0!“ vergeben, um das Engagement im Bereich Suchtprävention zu würdigen, finanziell zu unterstützen und das Projekt Thüringenweit bekannt zu machen. Mehr Informationen zum Suchtpräventionspreis und den Gewinnern erhalten Sie hier. Ansprechpartnerin: Frauke FölscheThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Tel.: 0361 3461746E-MailInternet

 

Dokumentation der zweiten Thüringer Jahrestagung Suchtprävention „Schule – Schlüssel der Suchtprävention?!“

Am 22. Oktober 2014 führte die Thüringer Fachstelle Suchtprävention in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien im Collegium Maius in Erfurt die zweite Thüringer Jahrestagung Suchtprävention durch. Unter dem Motto „Schule – Schlüssel der Suchtprävention?!“ haben wir mit allen Akteuren im Umfeld Schule herausgearbeitet, worauf es in der Suchtprävention im Setting Schule ankommt. In den Fachbeiträgen und Werkstattgesprächen ging es u. a. um die Einbeziehung von Themen der Suchtprävention in den Unterricht, um die Vorbildfunktion von Erwachsenen, um die Rolle der Eltern, um rechtliche Zusammenhänge, um Netzwerkarbeit und um praktische Beispiele zur Stärkung der Lebenskompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus wurde erstmals der Thüringer Suchtpräventionspreis verliehen. Unter dem Motto „Schule macht´s vor!“ haben sich zahlreiche weiterführende Schulen mit herausragenden Projekten an dem Wettbewerb beteiligt. Eine Fachjury wertete nach fachlichen Kriterien aus. Herr Dieter Berkholz, Abteilungsleiter Gesundheit im damaligen Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, übergab das Preisgeld und die Urkunde an die ersten drei Sieger. Am Ende der Veranstaltung wurde eine AGENDA 2020 verabredet, deren Umsetzung durch die Netzwerkpartner jährlich überprüft werden soll.Die Tagungsdokumentation finden Sie in unserem Downloadbereich.

 

Schule macht´s vor! Erster Thüringer Suchtpräventionspreis verliehen

Schule ist ein Ort des Lernens. Schule ist aber noch mehr. Schule ist auch ein Ort, an dem soziale Beziehungen geknüpft, Freundschaften geschlossen, Konflikte miteinander ausgetragen und gesellschaftliche Werte vermittelt werden. An einem nicht unwesentlichen Teil des Tages bewältigt Schule darüber hinaus verschiedene Entwicklungsaufgaben, die die jungen Menschen auf dem Weg des Erwachsenwerdens begleiten. Die Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen, die Ablösung vom Elternaus, die Entdeckung der Sexualität und die Entwicklung erster Liebesbeziehungen sind nur einige Entwicklungsaufgaben Jugendlicher. In dieser Zeit experimentieren junge Menschen nicht selten mit Zigaretten, Alkohol und anderen Drogen, um ihre Neugier zu befriedigen, um Spaß zu haben, um eigene Grenzen auszutesten oder um sich vor Freunden zu bewähren. Gezielte schulische suchtpräventive Maßnahmen können helfen, dass Kinder und Jugendliche schwierige Lebens- und Entwicklungsphasen gesund und ohne Suchtmittelkonsum durchleben können. Die Basis einer guten Suchtpräventionsarbeit stellt hierbei die Förderung von Lebenskompetenzen wie den Umgang mit Konflikten oder negativen Gefühlen sowie die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Durchsetzungsvermögens dar, Schule macht vor, wie Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit den Fachkräften der Suchtprävention, den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie den Eltern Suchtprävention im Netzwerk gelingen und bis in den Freizeitbereich wirken, nachhaltig und effektiv sein kann. Im Rahmen der zweiten Thüringer Jahrestagung Suchtprävention am 22. Oktober 2014 wurde erstmalig ein Thüringer Suchtpräventionspreis verliehen. Unter dem Motto „Schule macht´s vor!“ haben sich 15 Thüringer Schulen beworben und mit ihren Aktivitäten gezeigt, dass Schule mehr ist als ein Ort des Lernens. Schule ist auch in der Lage, die Schülerinnen und Schüler auf das Leben vorzubereiten. Erreichbarkeit, Nachhaltigkeit, Partizipation, Kooperation und Kreativität sind nur einige  Aspekte der Auswahl der auszuzeichnenden Schulprojekte. Alle eingereichten Projekte wurden von der Fachjury als gut bewertet. Die Bewertungen lagen so eng beieinander, dass es schwer fiel eine Entscheidung zu fällen. „Man muss nicht nur Ideen haben, um ein solches Vorhaben in der Schule zu stemmen. Es braucht vor allem engagierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Akteure im Umfeld Schule, die auch über den normalen Arbeitszeitrahmen hinaus für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen brennen“, sagt Marina Knobloch, Leiterin der Thüringer Fachstelle Suchtprävention in Vorbereitung auf dieses Ereignis. Überzeugt haben die beiden umfassenden Konzepte der Regelschulen in Worbis und Gräfenroda sowie das Projekt an der  Regelschule Otto-Lilienthal in Erfurt. Der Thüringer Suchtpräventionspreis ist insgesamt mit 1.750 € dotiert und wird von Dieter Berkholz, Abteilungsleiter Gesundheit im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit persönlich an die Schulvertreterinnen und -vertreter übergeben.     Ansprechpartnerin:Marina KnoblochThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. Tel.: 0361 3461746E-Mail

 

Plakataktion der Fachstelle GlücksSpielSucht

Anlässlich des bundesweit stattfindenden ‚Aktionstages Glücksspielsucht‘ am 25. September 2014, stellte die Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht ein weiteres Plakat zum Thema Glücksspielsucht vor. Im Mittelpunkt der Plakataktion steht das sehr ernste Thema ‚Glücksspielsucht und Suizid‘. Suizidgedanken und -versuche sind bei Glücksspielern im fortgeschrittenen Suchtstadium häufig der verzweifelte Lösungsversuch für ihre scheinbar ausweglose Situation. Aufgrund der immensen psychosozialen Belastung der Betroffenen, z.B. durch hohe Verschuldung und familiärer und beruflicher Probleme, Schuldgefühle und Depressionen, sehen die Betroffenen oftmals keinen anderen Ausweg – eine Entscheidung mit immer dramatischen Konsequenzen für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Der Schweregrad der Glücksspielsucht steht dabei im Zusammenhang mit der Suizidalität. In der Literatur wird deshalb auch die im Entwicklungsverlauf letzte Phase einer Glücksspielsucht als die Verzweiflungsphase bezeichnet. Das Plakat soll auf das wichtige Thema aufmerksam machen und vielleicht bei dem einen oder anderen Betrachter einen Prozess der Auseinandersetzung damit anstoßen. Hinweise für Betroffene und ihre Angehörigen zu Hilfemöglichkeiten sind auf dem Plakat ebenfalls ersichtlich. Die Plakate können von Thüringer Einrichtungen kostenfrei hier bezogen werden. Interessenten von Einrichtungen aus anderen Bundesländern können diese zum Selbstkostenpreis ebenfalls hier bestellen. Hier steht Ihnen das Plakat als Download zur Verfügung. Die Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht wird gefördert durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Ansprechpartnerin:Claudia KirschnerDubliner Straße 1299091 ErfurtTelefon: 0361 3461746E-Mail

 

Erster Thüringer Suchtpräventionspreis ausgeschrieben, Motto: „Schule macht’s vor!“

Zahlreiche Thüringer Schüler/-innen haben bereits erste Erfahrungen mit legalen und illegalen Drogen gemacht. 2012 wurden in Thüringen 415 Jugendliche unter 18 Jahren aufgrund einer alkoholbezogenen Diagnose in Krankenhäusern behandelt, 371 von ihnen aufgrund eines akuten Rauschs. 98 Thüringer Jugendliche unter 18 Jahren wurden aufgrund des Konsums illegaler Drogen in Krankenhäuser und Kliniken eingeliefert.Laut der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen 2011 (ESPAD) haben 97 % der Thüringer Schüler/-innen in der 9. und 10. Klasse bereits Lebenszeiterfahrung mit Alkohol. 11,3 % der Schüler/-innen weisen einen riskanten Alkoholkonsum auf, 1,7 % einen gefährlichen bzw. Hochkonsum.Der Tabakkonsum ist unter den Thüringer Schüler/-innen in den letzten Jahren rückläufig, dennoch hat über die Hälfte der 9. und 10. Klässler bereits Lebenszeiterfahrungen mit dem Konsum von Zigaretten. In den letzten 30 Tagen rauchten laut ESPAD 31,2 %.18,1 % der Thüringer Schüler/-innen der 9. und 10. Klasse haben mindestens einmal in ihrem Leben Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis.Um auf das Thema Suchtprävention im Schulalltag aufmerksam zu machen, rufen wir unter dem Motto „Schule macht’s vor!“ Lehrer/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen und andere Fachkräfte an weiterführenden Schulen auf, sich am ersten Thüringer Suchtpräventionspreis zu beteiligen. Mit dem Thüringer Suchtpräventionspreis wollen wir das Engagement im Bereich Suchtprävention würdigen, Maßnahmen finanziell unterstützen und Angebote Thüringenweit bekannt machen. Hierfür werden die Gewinner auf der Thüringer Jahrestagung Suchtprävention am 22.10.2014 zum Thema Suchtprävention und Schule und der Internetseite der Thüringer Fachstelle Suchtprävention vorgestellt.Ob Suchtpräventionskonzept, Literatur- oder Kunstprojekt, peer-to-peer-Maßnahme oder Klassenfahrt, wir suchen innovative, suchtpräventive Maßnahmen für Jugendliche im schulischen Bereich ab Klassenstufe 5.Die Bewerbungsfrist läuft bis zum Beginn der Sommerferien am 18. Juli 2014. Die Beiträge werden von einer Fachjury gesichtet und anhand von Wettbewerbskriterien bewertet. Auf die Gewinner warten Geldpreise im Gesamtwert von 1.750 € (1. Platz: 1.000 €, 2. Platz: 500 €, 3. Platz: 250 €). Bitte verwenden Sie zur Einsendung Ihrer Beiträge folgendes Formular in digitaler oder Druckversion. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge! Ansprechpartnerin:Charlotte StammThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Dubliner Str. 12, 99091 ErfurtTel.: 0361 346 17 46Fax: 0361 346 20 23E-Mail

 

Gelungene Methodenschulung der Thüringer Suchtpräventionsfachkräfte

Am 10.07.2014 fand in der Thüringer Fachstelle Suchtprävention eine Weiterbildung zum Thema ‚Aktuelle Methoden und moderne Materialien in der  Suchtprävention: Ein Training für die Vielfalt der eigenen Präventionsarbeit‘ für Thüringer Suchtpräventionsfachkräfte statt. In dem Fachseminar wurden Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, mithilfe derer die eigenen Kompetenzen zu den Themen Alkohol, Tabak und illegale Drogen erweitert oder aufgefrischt werden konnten. Das Seminar wurde auch als Training genutzt, bei dem die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die neu erlernten Methoden in einem geschützten Rahmen aktiv erproben konnten. Als Referentin hat Frau Dr. Regina Kostrzewa den Tag gestaltet. Sie ist seit über 25 Jahren als Referentin für Suchtprävention in Schleswig-Holstein tätig und hat ihre Erfahrungen in der Entwicklung und Umsetzung von Methoden im Rahmen des Fachseminars vermittelt. Anhand der Rückmeldebögen ist zu erkennen, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung für die Fachkräfte war. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Fachstelle weitere Weiterbildungen bzw. Fortbildungen planen. Aktuelle Veranstaltungen finden Sie bei „Termine“.             

 

„Sport In – Alk Out“ – 1000 Trinkflaschen verteilt – Kampagne „Kein Alkohol beim Sport“  

Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention startete dieses Jahr die Kampagne ‚Kein Alkohol beim Sport!‘, eine Aktion im Rahmen des Bündnisses ‚Alkohol- Alles im Griff!‘. Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe waren aufgerufen, zu diesem Thema einen Slogan für eine Trinkflasche zu entwerfen. Die Gewinnerklasse kommt aus der Staatlichen Regelschule Waltershausen (Klasse 9/2 des Jahrgangs 2013/2014) und hat den Slogan  entwickelt.  Die Aufklärung der Schülerinnen und Schüler und ihre Mitverantwortung für eine gesunde Lebensweise spielt in dieser Schule eine wichtige Rolle. Eine der 6. Klassen hat z.B. im Rahmen einer Klassenfahrt eine Präventionsveranstaltung zur Erkennung von Suchtverhalten sowie Informationen zu Auswirkungen auf jugendgemäße Weise durch Selbsttest mit einer „Alkoholbrille“, Erfahrungsberichten und Gesprächsrunden erlebt. Im Schülercafé der Regelschule kann man das Mixen alkoholfreier Getränke ausprobieren, die auch beim Sommerfest und zum Tag der offenen Tür serviert werden. Die Schule engagiert sich nachhaltig und integriert die Suchtpräventionsarbeit im Schulalltag. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention bedankt sich sehr herzlich für die Vielzahl an kreativen und originellen Ideen zum Thema „Kein Alkohol beim Sport!“. Es sind viele tolle Einsendungen aus Niedersachswerfen, Mühlhausen, Eisenach, Artern, Erfurt, Waltershausen, Weimar, Saalfeld, Schleiz und Kaltennordheim eingegangen. Eine Fachjury hat alle Slogans gesichtet und ausgewertet. Im Rahmen der Kampagne wurde auch ein Informationsflyer für Eltern entwickelt, in dem beschrieben wird, wie Alkohol bei sportlicher Betätigung auf den menschlichen Körper wirkt. „Ziel dieser Aktion ist es, bei Jugendlichen möglichst früh ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Alkohol beim Sport nichts zu suchen hat“, erklärt Kathrin Liesegang von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention. „In den Sportvereinen ist Alkohol häufig ein Thema, denn ob Sieg oder Niederlage, es gibt immer einen Grund zum Anstoßen.“ Etwa 2,5 Liter Wasser verliert der menschliche Körper jeden Tag. Besonders hoch ist der Flüssigkeitsverlust, wenn wir ins Schwitzen kommen, also etwa bei großer Hitze im Sommer oder bei sportlicher Betätigung. So verlieren wir z. B. bei einer Stunde Radfahren circa 0,8 Liter Flüssigkeit! Da der Körper keine Wasserreserven bilden kann, ist es wichtig, ihm wieder ausreichend Flüssigkeit über Nahrung und Getränke zuzuführen – aber nicht in Form von Alkohol. Egal ob vor, während oder nach dem Training, es sollte kein Alkohol getrunken werden, denn dadurch verlangsamt sich die Fettverbrennung, es steigt die Gefahr von Sportunfällen, der Muskelaufbau wird gehemmt, der Alkohol entzieht dem Körper Wasser, und die Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt. Um Jugendliche darauf aufmerksam zu machen, dass Alkohol und Sport nicht zusammengehören, findet der Slogan nun Platz auf Trinkflaschen. 1000 Trinkflaschen sind bisher zum Einsatz gekommen und wurden zusammen mit den Flyern kostenfrei an Sportvereine und Schulen in Thüringen verteilt. Wenn Sie Trainer oder Übungsleiter in einem Sportverein sind, möchten wir Sie herzlich einladen, die Trinkflaschen und Flyer zur Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol kostenfrei zu bestellen! Bitte wenden Sie sich an Kathrin Liebelt.   Ansprechpartnerin:Kathrin LiebeltThüringer Fachstelle SuchtpräventionFachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.Tel.: 0361 3461746E-Mail

 

2.456 Thüringer Schülerinnen und Schüler haben es geschafft!

2.456 Schülerinnen und Schüler aus 119 Klassen haben es geschafft und hielten den Nichtraucher-Wettbewerb ‚Be smart – don´t start‘ durch. Sie blieben vom 11. November 2013 bis zum 30. April 2014 rauchfrei. Insgesamt beteiligten sich 154 Schulklassen aus ganz Thüringen an dem Nichtraucher-Wettbewerb.Von der Wettbewerbszentrale, dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord) in Kiel, wurden unter notarieller Aufsicht elf erfolgreiche Thüringer Klassen ausgelost. Bei der Abschlussfeier am 25.06.14 erfuhren die Gewinner, welchen Preis sie erhalten. Neben diesen werden noch weitere fünf Klassen für ihre Kreativbeiträge zum Thema „Nichtrauchen“ und „Rauchfreie Schule“ eingeladen und ausgezeichnet sowie eine Klasse für ihre Mehrfachteilnahme. Frau Dr. Hähnel von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. – AGETHUR – freut sich: „Auch in diesem Jahr haben wieder viele Schülerinnen und Schüler durchgehalten und erhalten attraktive Preise.“ Dennoch warnt sie davor: „Das Problem sollte bereits in diesem jungen Alter nicht unterschätzt werden. Wir müssen diesem auch zukünftig mit weiteren Interventionen kontinuierlich begegnen.“ Am 25.06.2014 wurden wieder Preise wie z.B. Geldpreise für die Klassenkasse, Klassenfahrten, Halbtagstraining im Hochseilgarten und vieles andere mehr den Wettbewerbssiegern überreicht. Gestiftet werden die Preise von der AOK PLUS und IKK classic und anderen Sponsoren. Schirmherr im diesjährigen Wettbewerbsjahr ist Bildungsminister Christoph Matschie, TMBWK. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter den o.a. Kontaktdaten zur Verfügung.Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHUR- mit 85 Mitgliedern ist gemeinnützig, politisch und konfessionell unabhängig tätig. Sie agiert als thüringenweites Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Prävention mit folgenden Aufgaben:• Schnitt- und Vermittlungsstelle von landes- und bundesweiten Prozessen• Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Praxis & Politik• Aufbau von Strukturen durch Prozessbegleitung und Vernetzung auf kommunaler Ebene• Koordinierung und Unterstützung des Thüringer GesundheitszieleprozessesWir engagieren uns für die Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten! Weimar, 25.06.2014 Eva-Maria Hähnel (Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. – AGETHUR) Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. – AGETHURCarl-August-Allee 999423 WeimarTelefon: 0 36 43 498980Fax: 0 36 43 4989816E-MailInternet

 

Neue Studien: BZgA-Studie zum Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland sowie Studie des Robert Koch Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

5.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren wurden 2012 seitens der BZgA zu ihrem Alkoholkonsum befragt. Die Ergebnisse der Studie besagen unter anderem, dass das erste Glas Alkohol mit etwa 15 Jahren getrunken wird, dass mehr als die Hälfte der 12- bis 15-Jährigen und 90 Prozent der 16- bis 17-Jährigen sowie 95 Prozent der 18- bis 25-Jährigen mindestens einmal im Leben Alkohol probiert haben, dass es in diesen Altersgruppen keine Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Studienteilnehmern gibt, dass bezogen auf die letzten 30 Tage vor der Befragung etwa 40 Prozent der 12- bis 17-Jährigen Alkohol getrunken haben und dass mindestens einmal wöchentlich fast 14 Prozent dieser Altersgruppe Alkohol trinken. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehen mit Alkohol überwiegend verantwortungsvoll und risikoarm um. Eine bedeutende Gruppe konsumiert jedoch in einem gesundheitlich bedenklichen Ausmaß. Die Schlussfolgerung aus den Ergebnissen der BZgA-Studie für die Suchtprävention sind u. a. Maßnahmen und Aktivitäten mit dem Ziel, den Einstieg in den Alkoholkonsum nach hinten zu verschieben, den schädlichen Alkoholkonsum zu vermeiden, geschlechtsspezifische Botschaften zu vermitteln, frühzeitig und unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes über Alkohol zu informieren und jugendspezifische Alltagssituationen zu kommunizieren, eine kritische Haltung gegenüber Alkoholkonsum zu fördern und Verhaltensänderungen zu einem geringeren Konsum zu unterstützen. Weitere Ergebnisse und Informationen können Sie direkt in der Studie der BZgA nachlesen.Im Rahmen der KiGGS-Studie des Robert Koch Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wurde in der KIGGS Welle 1 (2009-2012) auch der Tabak- und Alkoholkonsum der 11- bis 17-Jährigen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass 12 Prozent der 11- bis 17-Jährigen in Deutschland rauchen, dass innerhalb dieser Rauchergruppe 5,4 Prozent täglich rauchen, dass bei fast 16 Prozent ein riskanter Alkoholkonsum festzustellen ist, dass regelmäßiges Rauschtrinken (mindestens einmal im Monat 6 oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit) von 11,5 Prozent betrieben wird, dass zwischen den Geschlechtern keine signifikanten Unterschiede festzustellen sind, dass bezüglich des Rauchens deutliche Unterschiede nach dem sozioökonomischen Status zu beobachten sind (häufigeres Rauchen bei Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status). Weitere Ergebnisse und Informationen der KiGGS-Studie können Sie in der Ergebnisbroschüre sowie der Basispublikation zum Thema nachlesen.

 

Ein „Reinheitsmärchen“ für Erwachsene,  ein Kommentar zum Tag des Deutschen Bieres am 23.04.2014

Nüchtern betrachtet handelt es sich beim Tag des Deutschen Bieres um einen vom Deutschen Brauer-Bund initiierten Gedenktag, an dem Brauereien, gastronomische Einrichtungen und Getränkefachhändler mit zahlreichen Aktionen die Reinheit des deutschen Bieres feiern. Wasser, Malz, Hopfen und Hefe sind die Zutaten, die bereits seit 1516 die Qualität des deutschen Bieres bestimmen, denn seit dieser Zeit gilt das sogenannte Reinheitsgebot zur Bierherstellung, niedergeschrieben in der Bayerischen Landesverordnung, dem „ältesten Lebensmittelgesetz der Welt“. Mit mehr als 1.000 Brauereien bzw. Braustätten und über 5.000 verschiedene Biersorten ist Deutschland ein wahres Paradies für Bierliebhaber. Die viel gepriesene Reinheit des Bieres verspricht einen gesunden Konsum und damit einen gewissen Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Aber ist das wirklich so? Der Blick in die jüngere Gesetzgebung zeigt, dass die aktuell geltenden Vorschriften zur gewerblichen Bierherstellung im „Vorläufigen Biergesetz“ von 1993 zu finden sind und durchaus mehr Zutaten erlauben als Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Von 60 weiteren Zusatzstoffen ist in diesem Gesetz die Rede, die „gesundheitlich, geruchlich und geschmacklich unbedenkliche Anteile“ aufweisen können. Aber mal ganz abgesehen von den erlaubten chemischen Substanzen und lebenden Mikroorganismen, die das Bier u. a. haltbarer machen und die Geschmacksnerven der Konsumentinnen und Konsumenten treffen sollen, enthält Bier auch das Zellgift Alkohol. Dessen gesundheitsgefährdender Anteil wird selten hinterfragt. Dabei ist Alkohol verantwortlich für 1,3 Millionen abhängigkeitskranke Menschen in Deutschland. Verbraucherinnen und Verbraucher werden von der Brauereiwirtschaft immer dann besonders umworben, wenn die Absatzzahlen sinken. Dann wird mit neuen Biersorten, deren Alkoholgehalt zum Teil schon die 20 Prozent-Marke überschritten hat, dagegengehalten. Außerdem setzt die Branche verstärkt auf Biermischgetränke. In diesen findet man neben dem „reinen“ Bier auch Zitronenlimonade, Cola, Fruchtsäfte, reichlich Aromen und einen Alkoholgehalt von ca. 2,5 Prozent. Eine schlechte Nachricht für die Brauereien ist die Tatsache, dass der Bierdurst der Thüringer im Jahr 2013 so niedrig war wie lange nicht. Damit gab es auch ein Rekordtief an Einnahmen aus Biersteuern für den Freistaat. Die Thüringer Bürgerinnen und Bürger greifen zudem statt nach hochprozentigem Starkbier immer mehr auf alkoholfreie Biere und Biermischgetränke wie Radler zurück und tun damit tatsächlich etwas für ihre Gesundheit. Aber wie bereits das „Märchen vom Reinheitsgebot“ ist es auch ein Märchen, dass alkoholfreies Bier auch keinen Alkohol enthält.Mit dem Tag des Deutschen Bieres wird am 23. April ein Mythos zelebriert, der unreinen Gewissens ein reines und damit gesundes  Bier verspricht. Bleibt zu wünschen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig die Möglichkeit erhalten, sich über die tatsächlichen Inhaltsstoffe im Bier informieren zu können und selbst zu entscheiden, was gesund für sie ist. Marina Knobloch, Thüringer Fachstelle Suchtprävention

 

Kampagne „Kein Alkohol beim Sport!“ Aufruf beendet!

Der Aufruf der Thüringer Fachstelle Suchtprävention ist beendet. Bis zum 31. März hatten Schülerinnen und Schüler der 9. Klassenstufe Zeit, einen Slogan für eine Trinkflasche zum Thema ‚Kein Alkohol beim Sport!‘ selbst zu gestalten. Wir bedanken uns recht herzlich für die vielen kreativen, originellen und ausgefallenen Ideen der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Kein Alkohol beim Sport!“. Es sind viele tolle Einsendungen aus Niedersachswerfen, Mühlhausen, Eisenach, Artern, Erfurt, Waltershausen, Weimar, Saalfeld, Schleiz und Kaltennordheim eingegangen. Deshalb wird es uns schwer fallen, zwischen allen Vorschlägen einen Gewinner zu küren. Im April wird eine Fachjury alle eingegangen Slogans sichten und auswerten. Danach werden alle Beteiligten über das Ergebnis informiert. Unser Dank gilt auch den Lehrerinnen und Lehrern, die sich mit den Schülern intensiv mit dem Thema „Kein Alkohol beim Sport“ auseinandergesetzt und das Thema mit in den Unterricht aufgenommen haben. Um die Schülerinnen und Schüler in Thüringen auf die Kampagne aufmerksam zu machen, wurde ein A2 Plakat entwickelt. Mit Hilfe der Schulämter in Thüringen wurden diese an alle weiterführenden Schulen in Thüringen verteilt. Damit sich die Lehrerinnen und Lehrer auf das Thema vorbereiten konnten, wurde eine PowerPoint Präsentation zur Verfügung gestellt. Auch ein Informationsflyer für Eltern, in dem beschrieben ist, wie Alkohol bei sportlicher Betätigung auf den Körper Ihrer Kinder wirkt, wird Teil der Kampagne sein. Ziel dieser Aktion ist es, möglichst früh ein Bewusstsein zum Thema „Alkohol und Sport“ bei den Jugendlichen hervorzurufen und ihnen aufzuzeigen, dass Alkohol und Sport nicht zusammenpassen. Wir sind auf das Ergebnis gespannt und drücken euch die Daumen!   Eine Aktion im Rahmen des Bündnisses „Alkohol- Alles im Griff!“

 

Kinder aus suchtbelasteten Familien im Fokus, Aktionswoche vom 9. bis 15. Februar

Pressemitteilung Erfurt, 9. Februar 2014/fdr Jedes sechste Kind lebt in einer von Suchtkrankheit belasteten Familie. Thüringer Kompass zeigt Hilfen auf. „Das Thema Sucht in der Familie ist sehr sensibel. Es ist ein Familiengehemins, das nicht nach außen dringen darf. Wenn Außenstehende wie Lehrer, Erzieher oder Ärzte erkennen, dass eine Abhängigkeitserkrankung in der Familie vorliegt, tauchen viele Fragen, aber auch Unsicherheiten auf“, so Charlotte Stamm, Koordinatorin des Runden Tisches Kinder aus suchtbelasteten Familien in Thüringen. „Mit der neuen Broschüre ‚Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten Familien – Kompass für Thüringen‘ wollen wir Fachkräften, die täglich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen, ein Arbeitsmittel zur Verfügung stellen“. Die Broschüre gibt Antworten auf die Fragen ‚Wie erkenne ich Kinder aus suchtbelasteten Familien?‘, ‚Wie kann ich den Kindern helfen?‘ und ‚Wo kann ich Rat suchen?‘ Dank der finanziellen Unterstützung durch die Barmer GEK ist es möglich die Broschüre in hoher Stückzahl zu drucken und zu verteilen. Die Broschüre kann ab sofort bei der Thüringer Fachstelle Suchtprävention bestellt werden. „Noch zu oft werden Kinder aus suchtbelasteten Familien in ihrer individuellen Notlage nicht erkannt und erhalten aus diesem Grund keine passenden Hilfen“, sagt Charlotte Stamm von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention. „Unser Ziel ist es, den Kindern eine Stimme zu geben, über Hilfen zu informieren und Familien, Freunde, Nachbarn und Fachkräfte zu motivieren, sich für die Kinder einzusetzen.“ Vor diesem Hintergrund wird seit fünf Jahren die Bundesaktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien durchgeführt. In Thüringen ist diese schon zu einer Tradition geworden. 2014 gibt es vom 9. bis 15. Februar in ganz Thüringen über 15 verschiedene Aktivitäten. In Schmalkalden, Mühlhausen und Pößneck finden offene und Telefonsprechstunden für Betroffene und Fachkräfte statt. In Greiz öffnen der Kinder- und Jugendschutzdienst sowie die Suchtberatung ihre Türen. In Schleiz gibt es am 11. Februar eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion. In Erfurt wird ein Fachvortrag zum Thema mit einer Diskussion der Möglichkeiten institutionsübergreifender Hilfen und stadtteilbezogener Kooperation sowie eine Buchlesung für Kinder und Jugendliche veranstaltet. In Nordhausen wird ein neues Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien vorgestellt. Weitere Informationen zu den Aktionen und Veranstaltungen finden Sie hier.   Charlotte Stamm Bild: Hermann Schmitt, BARMER GEK und Charlotte Stamm, Thüringer Fachstelle Suchtprävention

 

F1 Infobox – Infomaterialsammlung zur präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Mit der ‚F1 – Infobox‘ steht eine Materialsammlung zum Thema Mediennutzung (methodisches Material und Informationsbroschüren) für die Suchtberatungsstellen in den Regionen zu Verfügung. Die Materialien können über die Suchtberatungsstellen genutzt werden und dienen der Sensibilisierung in verschiedenen Zielgruppen. Mit diesem Projekt werden zwei grundlegende Zielstellungen verfolgt: Sensibilisierung von exzessiven und pathologischen Mediennutzer/innen, deren Angehörigen und Bezugspersonen Entwicklung und Ausbau von Unterstützungsangeboten und -strukturen in den Regionen Hier finden Sie die Standorte der „F1 Infobox“ Hier finden Sie eine Kurzinformation zur „F 1 Infobox“ Ansprechpartner: Thüringer Landesstelle für Suchtfragen e. V.Arnstädter Straße 5099096 ErfurtTel 0361 746 45 85Fax 0361 746 45 87E-Mail Internet

 

‚EX-ON‘ Projekt zum Medienkonsum im Unstrut-Hainich-Kreis und im Eichsfeld

‚Ex-On‘ ist ein gemeinsames Projekt des Jugendprojekts BOJE in Mühlhausen und der Suchtberatung der Caritas in Leinefelde. Das Projekt will über Gefahren und Chancen von Computerspielen aufklären und Gefährdete sowie exzessive Konsumenten beraten und ihnen dabei helfen, ihren Medienkonsum (wieder) zu kontrollieren. Auch Eltern und Erziehungsberechtigte werden mit diesem Projekt unterstützt. Die Eltern können lernen, wie sie auf das auffällige Verhalten ihrer Kinder reagieren können. Instrumente und Methoden zur Umsetzung des Projektes Im Rahmen der Prävention, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit werden z.B. Informationsveranstaltungen für Jugendliche und Eltern organisiert. Jugendliche und Eltern werden beraten und unterstützt. Eine Kurzkonzeption des Projektes finden Sie hier. Ansprechpartnerin Frau Vockrodt-ReichJugendprojekt „Boje“ Kiliansgraben 1799974 MühlhausenE-MailTelefon: 03601 887526Fax: 03601 887528

 

‚Erste Hilfe‘ für Crystal-Konsumierende

Ab sofort steht ein spezielles Online-Beratungsangebot zu Crystal zur Verfügung. Im Rahmen einer bundesweiten Chat-Sprechstunde finden Crystal-Konsumierende und ihre Angehörigen unkompliziert und anonym Hilfe auf drugcom.de. Der Konsum von kristallinem Methamphetamin – auch Crystal genannt – hat nach Angaben von Drogenberatungsstellen zumindest in Teilen Deutschlands zugenommen. Insbesondere in den Grenzregionen zu Tschechien deuten ein Anstieg der vom Zoll beschlagnahmten Crystal-Menge sowie vermehrte Inanspruchnahme von Drogenberatungsangeboten zu Crystal auf eine zunehmende Verbreitung hin. Noch ist nicht erkennbar, ob es sich hierbei um einen bundesweiten Trend handelt, da bislang keine aussagekräftigen repräsentativen Zahlen zum Konsum von Methamphetamin vorliegen. Nach Angaben der Suchthilfestatistik ist der Anteil der Personen, die wegen ihres Crystal-Konsums eine Beratungsstelle in Sachsen aufgesucht haben, allein von 2010 auf 2011 um 30 Prozent gestiegen. In Bayern zeigt sich für die letzten Jahre eine ähnliche Entwicklung. Anlässlich der Ausweitung des Beratungsangebots von www.drugcom.de erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Erfahrungsgemäß nimmt nur ein Teil der Betroffenen die Hilfe von Beratungsstellen in Anspruch bzw. nutzt diese erst dann, wenn sich bereits eine Abhängigkeit verfestigt hat. Um Betroffenen frühzeitig professionelle Hilfe zu bieten, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Chat-Beratung auf www.drugcom.de ausgeweitet und bietet nun Crystal-Konsumierenden und ihren Angehörigen Rat und Unterstützung.“ Die bundesweite Chat-Beratung ergänzt die Hilfe vor Ort. Durch Wahl eines anonymen Benutzernamens kommen Betroffene direkt in Kontakt mit dem Beratungsteam von www.drugcom.de. Crystal-Konsumenten und ihre Angehörigen finden Rat bei allen Fragen rund um die Substanz. Bei Bedarf werden Betroffene an Beratungsstellen vor Ort weitergeleitet und erhalten Informationen über weitere Hilfemöglichkeiten. Das Chat-Angebot steht ab sofort wochentags von 15-17 Uhr zur Verfügung. Außerhalb der Sprechzeiten können Anfragen über ein geschütztes Webformular an das Beratungsteam gesendet werden. Darüber biete drugcom.de weitere Informationen zu Crystal.  

 

Methodenkiste

Das Projekt Methodenkiste zur Selbsthilfegruppen- und Suchtpräventionsarbeit für die Thüringer SuchtSelbsthilfebietet den Mitgliedern der SuchtSelbsthilfe eine Unterstützung in ihrer Selbsthilfetätigkeit.Die Materialien werden durch das Handbuch zur Methodenkiste ergänzt. Die Transportkiste ermöglicht dasoptimale Transportieren der Materialien, ggf. per Post zwischen den Einsatzorten.Die Materialien bestehen aus:- einem kleinen Moderationskoffer für die Arbeit am Flipchart,- Moderationskarten etc. zur Visualisierung der Kleingruppenarbeit,- Bücher für Spiele und Projektanleitungen bieten verschiedenste Anregungen für die Gruppenarbeit und unterstützen bei der methodischen Konzeptionierung von Angeboten,- Filme über Themenschwerpunkte der Suchtprävention.Diese Medien sind von einem Medienpräventionsprojekt für die Arbeit mit Jugendlichen entwickelt und erarbeitet worden. Projektideen und deren Umsetzung liegen mit Anleitungen bei. Das Handbuch zur Methodenkiste beinhaltet neben einigen Grundlagen der suchtpräventiven Arbeit, die Darstellung der Materialien und verschiedenen Anwendungsvorschläge sowie weitere Infomaterialien mit Bestelladressen und Adress- und Kontaktdaten für mögliche Kooperationspartner.Mit der Bereitstellung der Methodenkiste (inkl. Handbuch) an regionalen Standorten in Thüringen sollen flächendeckende Zugriffsmöglichkeiten für die SuchtSelbsthilfegruppen realisiert werden. Für die Auswahl der Standorte werden Suchtberatungsstellen angefragt, die in ihren Regionen eine wichtige Unterstützungsfunktion bei der SuchtSelbsthilfeförderung haben. Mit einem Ausleih- und Informationsformular wird mit den Gruppen ein Vertrag geschlossen, welcher den organisatorischen Ablauf sicherstellt. Nähere Informationen zu den Standorten der Methodenkiste finden Sie hier. KontaktThüringer Landesstelle für Suchtfragen e.V.Arnstädter Straße 50, 99096 ErfurtTelefon: 0361-7464585, Fax: 0631-7464587E-MailInternet

 

Pressemitteilung: O’zapft is!

Pressemitteilung Erfurt, 25. September 2013/fdr Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit: Münchens Oberbürgermeister Christian Ude stach das erste Bierfass zur Eröffnung des 180. Oktoberfestes an. Seit 1810 wird das weltweit größte Volksfest in der Hauptstadt Bayerns gefeiert. Doch woher rührt eigentlich diese Tradition? Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention wollte es genau wissen und hat nachgeforscht, warum Menschen aus aller Welt anreisen, um das traditionelle Märzenbier zu kosten. Der Hintergrund ist folgender: 1553 wurde festgelegt, dass nur zwischen dem Tag des Heiligen Michaels (29. September) und dem Tag des Heiligen Georgs (23. April) Bier gebraut werden durfte. Um ab dem Frühjahr bis zur nächsten Brausaison im Herbst nicht aufs Bier verzichten zu müssen, braute man im März ein besonders haltbares Bier. Dies erreichte man durch Erhöhung des Gehalts an Stammwürze und Alkohol und durch stärkere Hopfung. Bier wurde damals in tiefen Felsenkellern gelagert. Um den Keller und seinen Zugang vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen, pflanzte man Rosskastanien darüber, die dank ihrer großen Blätter reichlich Schatten spendeten, mit ihren flachen Wurzeln jedoch keine Gefahr für die Kellerdecke darstellten. Eher beiläufig entwickelte sich so aus dem jeweiligen Brauereiausschank der heute typische bayerische Biergarten bzw. der fränkische Bierkeller, zu deren vertrauter Optik noch immer ausladende Kastanienbäume gehören. Da das im März gebraute stärkere Bier am längsten haltbar war, wurde es zuletzt, nämlich kurz vor der neuen Brausaison, verbraucht, weshalb früher das Bier auf dem Oktoberfest ein Märzenbier war. Heute ist das auf der Wiesn ausgeschenkte Bier heller und hat wie seine Vorgänger einen erhöhten Alkoholgehalt, ca. 6 bis 7 Prozent. Die meisten Biersorten liegen in der Regel bei 4,5 bis 6 Prozent Alkohol. Da die Biertrinker den hohen Alkoholgehalt des Wiesn-Bieres nicht gewohnt sind, zeigt ihr übliches Trinkverhalten schneller Wirkung. Bei ca. sechs Millionen Maß Bier, die in den zwei Festwochen über die Theke gehen, kann es da leicht zu Raufereien kommen. Das Bayerische Rote Kreuz versorgte 2012 auf dem Oktoberfest 827 Betrunkene, 2011 waren es noch 777. Auf der Sanitätsstation mussten rund 8400 Wiesn-Besucher und -Mitarbeiter behandelt werden. Die Polizei zählte mehr als 2000 Einsätze, das ist ein Anstieg um 3,5 Prozent. 1400 Straftaten wurden registriert. Insgesamt kam es zu 66 Maßkrugschlägereien. Im Bereich Jugendschutzgesetz gab es im Jahr 2012 100 Anzeigen. 64 Jugendliche habe ihre Strafe in Form von Sozialdienst abgearbeitet. Die anderen zahlten eine Verwaltungsstrafe von bis zu 500 Euro. Auch in diesem Jahr wird die Polizei in Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft St. Veit verstärkt Kontrollen bei Jugendlichen durchführen. „Wir wollen damit niemandem aufsitzen, sondern präventiv tätig sein“, sagt Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig. Dem kann die Thüringer Fachstelle Suchtprävention nur zustimmen. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen sollte an diesen Tagen oberste Priorität haben. Jeder Besucher des Münchner Oktoberfestes soll seinen Spaß haben, auch Kinder und Jugendliche, denn es gibt dort viel zu erleben. Letztere aber eben ohne Alkohol. Aber nun noch mal zur Geschichte. Das Land Thüringen spielt für das Oktoberfest nämlich eine ausschlaggebende Rolle: Prinzessin Therese, eine Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen und somit eine Thüringerin, heiratete am 12. Oktober 1810 Kronprinz Ludwig. Anlässlich dieser Hochzeit veranstaltete der Bankier und Major Andreas Michael Dall’Armi auf einer Wiese vor den Stadtmauern Münchens ein großes Pferderennen. Seitdem heißt das Gelände „Theresienwiese“, woher die mundartliche Bezeichnung „Wiesn“ für das Oktoberfest stammt. Auch hier zu Lande wird der Herbst mit dem Oktoberfest eingeläutet, u. a. feiern es die Thüringer in Nordhausen und in Erfurt. Auch hier sind die Wirte aufgerufen darauf zu achten, dass der Jugendschutz eingehalten wird, denn niemand hat etwas dagegen zu feiern und Alkohol zu trinken, doch wenn es um unsere Kinder geht, sollten wir alle die Augen offen halten.Kathrin Liesegang

 

Pressemitteilung: Das Kind im Blick? Schäden durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

Pressemitteilung Erfurt, 09. September 2013/fdr Der Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 09. September macht auf die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufmerksam 2.000 bis 3.000 Kinder werden jährlich mit „Fetalem Alkohol Syndrom“ (FAS) geboren. 10.000 bis 15.000 neugeborene Kinder pro Jahr leiden unter angeborenen Alkoholfolgen, sogenannten „Fetalen Alkohol Effekten“ (FAE). Die Beeinträchtigungen reichen von Konzentrationsschwierigkeiten bis zu Schäden in der geistigen und motorischen Entwicklung, Wachstumsstörungen und Gesichtsfehlbildungen. Heilbar sind diese Folgen nicht. Die Kinder sind ihr Leben lang vom mütterlichen Alkoholkonsum während der Schwangerschaft gekennzeichnet. Dabei sind die Folgen durch einen Verzicht auf Alkohol in der Schwangerschaft zu 100 % vermeidbar! Wann und wie der Alkohol in der Schwangerschaft wirkt, ist nicht genau bekannt. Trinkt eine Frau am Anfang ihrer Schwangerschaft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gaumenspalte, ein Herzfehler und andere organische Schäden auftreten hoch. Dass Alkohol bereits in geringen Mengen in der Schwangerschaft schädlich ist, wissen viele nicht. 12 bis 15 % der werdenden Mütter trinken einmal oder mehrfach im Monat Alkohol. Aus diesem Grund ist die Beratung und Information durch begleitende Ärzte und Hebammen sehr wichtig. „Nicht nur die schwangeren Frauen auch Partner, Familie, Freunde und letztlich die Gesellschaft tragen Verantwortung von Anfang an.“ sagt Charlotte Stamm von der Thüringer Fachstelle Suchtprävention. Ein Alkoholverzicht in der Schwangerschaft ist nicht selbstverständlich. Besonders in Situationen des Social Drinking, in denen Genuss und Geselligkeit eine Rolle spielt, fällt ein Verzicht häufig schwer. Aussagen wie „Ein Glas Sekt schadet doch nicht.“ verunsichern Schwangere in ihrer Entscheidung. Was sie hingegen wirklich brauchen, ist Motivation und Bestärkung. „Unterstützen Sie Frauen während der Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. Bieten Sie auf Ihren Feiern phantasievolle alkoholfreie Getränke wie zum Beispiel Cocktails an. Suchen Sie gemeinsam nach neuen Formen der Entspannung. Lesen, Tee, Muskelentspannung, Yoga oder Meditation bringen Abwechslung und ein entspanntes Lebensgefühl. Helfen Sie beim Umgang mit negativen Gefühlen. Verdrängung und der Griff zum Alkohol sind keine Lösung. Äußern Sie Anerkennung und Lob für bisherige Erfolge. Auf diese Weise setzen Sie sich auch für das ungeborene Kind und seinen gesunden Start in das Leben ein“ so Charlotte Stamm. Charlotte Stamm

 

Pressemitteilung – Schützen Sie Ihre Familie vor Tabakrauch!

Pressemitteilung Schützen Sie Ihre Familie vor Tabakrauch! Erfurt, 31. Mai 2013/fdr Appell der Thüringer Fachstelle Suchtprävention: Raucherinnen und Raucher, die sich im Umfeld von Kindern befinden sowie Schwangere sollten auf das Rauchen verzichten. Rauchen ist gesundheitsschädigend. In Thüringer Krankenhäusern wurden im Jahr 2011 insgesamt 7.319 Patienten in Folge des Tabakkonsums vollstationär behandelt. 1.166 Patienten davon starben. Doch nicht nur für den aktiven Raucher sind mit dem Tabakkonsum Risiken und Gefahren verbunden. Auch Nichtraucher können an den Folgen des Passivrauchens sterben. Besonders gesundheitsschä-digend ist es, wenn der Tabakrauch von Kindern und Jugendlichen inhaliert wird. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts belegt, dass 49 % der Kinder und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren mit mindestens einem rauchenden Elternteil zusammenleben, bei 19 % rauchen sogar beide Elternteile. Dabei gaben 30 % der Eltern an, dass sie in Gegenwart ihrer Kinder in der Wohnung rauchen. Kinder sind gegenüber dem Tabakrauch besonders empfindlich, denn die Organe und das Immunsystem befinden sich noch in der Entwicklung. Neben Atemwegserkrankungen und erhöhter Infekt- und Allergieanfälligkeit können Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Krebserkrankungen entstehen.Wussten Sie, dass Tabakrauch mehr als 4.800 verschiedene Substanzen enthält, von denen 250 gesundheitsschädlich und 90 als krebserregend eingestuft wurden? dass der Nebenstromrauch, der während des Glimmens der Zigarette entsteht giftiger ist als der Hauptstromrauch, der vom Raucher ausgeatmet wird? dass die Tabakrauchbelastung in geschlossenen Fahrzeugen für Kinder und Jugendliche eine besondere Gesundheitsbelastung darstellt? Die Tabakrauchbelastung steigt bereits nach nur einer Zigarette auf das Vielfache in einer stark verrauchten Kneipe an! Auch das Öffnen eines Fensters bietet keinen Schutz! Kinder sind am besten in Nichtraucherfamilien vor Passivrauch geschützt. Rauchen Sie als Eltern, schützen Sie Ihre Kinder und rauchen Sie draußen bei geschlossener Tür. Das Rauchen bei geöffnetem Fenster oder nur in bestimmten Räumen schützt Ihre Familie nicht vor Tabakrauch, da sich der Rauch dennoch in der Wohnung verteilt. Ein Rauchverbot im eigenen zu Hause schützt nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums Ihre Kinder auch davor selbst mit dem Rauchen anzufangen. Der Schutz vor Tabakrauch ist schon für das ungeborene Kind wichtig. In der Schwangerschaft raucht in Thüringen ca. jede zehnte Frau. Sie riskieren u. a. eine Früh-, Fehl- oder Totgeburt sowie den plötzlichen Kindstod oder gesundheitliche Schäden des Kindes. Die genannten Folgen sind jedoch zu 100 % vermeidbar!Nehmen Sie den heutigen Weltnichtrauchertag zum Anlass, über Ihren Tabakkonsum nachzudenken. Rauchen Sie nicht im Umfeld Ihrer Kinder und schützen Sie sie so vor giftigen Tabakrauch. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention unterstützt Aussteigerinnen und Aussteiger durch Informationen u. a. über Ausstiegsmöglichkeiten. Charlotte Stamm

 

Pressemitteilung – Alkohol und Sport – ein Eigentor für Spieler und Fans

Pressemitteilung – Alkohol und Sport – ein Eigentor für Spieler und Fans Erfurt, 25. Mai 2013/fdr Das packende Duell der zwei deutschen Spitzenfußballmannschaften in der Champions League am Wochenende war wieder ein großes Sportspektakel. Millionen von Zuschauern saßen gebannt vor dem Fernseher und Hunderttausende beim Public Viewing. Viele verfolgen so ein Ereignis nicht nur mit großer Spannung, sondern auch mit einem kühlen Bierchen. Auch die aktiven Mitglieder in Sportvereinen feiern ihre Siege gern mit alkoholischen Getränken. Doch passt das überhaupt zusammen – Alkohol und Sport?Laut dem Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) wurden 2011 370.883 Mitglieder in Sportvereinen gezählt. Bei einer Bevölkerungszahl von gut 2,2 Millionen Einwohnern in Thüringen macht demzufolge jeder sechste Thüringer aktiv Sport in einem Verein, und viele gönnen sich nach dem Sport einen kleinen „Absacker“.Mit dem Alkohol steigt aber nicht nur die Unfallgefahr, auch der Muskelaufbau wird gehemmt, und die Fettverbrennung verlangsamt sich. Obwohl eine Vielzahl von Risiken mit dem Konsum von Alkohol vor oder nach dem Sport einhergeht, scheint es doch, dass Alkohol und Sport eng mit einander verbunden sind. Doch warum ist dies so?Die Konsummotive zeigen: Sport ist ein emotionales Erlebnis, und das oft nicht nur für den aktiven Sportler. Zahlreiche Fans fiebern mit. Ob Sieg oder Niederlage, der Alkohol ist ein treuer Begleiter und löscht nicht nur den Durst, sondern entspannt und verringert scheinbar auch den Leistungsdruck. Gleichzeitig können Emotionen wie Jubel und Enttäuschung in Koppelung mit Alkohol schnell überkochen. In mindestens der Hälfte der mit Sportveranstaltungen in Verbindung stehenden Gewaltvorfälle waren die beteiligten Personen bereits vor dem Ereignis alkoholisiert.Die Kombination von Alkohol und Sport birgt nicht nur Gefahren und Risiken für den Einzelnen, sondern auch für die Mannschaft, den Verein und die Fangemeinschaft. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention setzt sich aktuell mit der Thematik auseinander und plant für den Herbst ein Expertengespräch.Haben Sie Fragen zum Thema „Alkohol und Sport“? Benötigen Sie weitere Informationen oder wollen Sie das Thema in Ihrem Verein aufgreifen? Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention in Erfurt unterstützt Sie gern! Wir stehen Ihnen am Dienstag, den 28. Mai, von 10.00 bis 12.00 Uhr im Rahmen der Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ vor Ort für Fragen zur Verfügung.Kathrin Liesegang

 

Pressemitteilung „Männer sind schon als Baby blau?“ Wenn am Vatertag Männer zum Mann werden

Pressemitteilung Erfurt, 06. Mai 2013/fdr Am 09. Mai ist Christi Himmelfahrt. Wie in jedem Jahr, werden auch in diesem Jahr zahlreiche Männer dieses Landes unterwegs sein und den freien Tag feiern. Der Alkohol unterstützt dabei die Himmelfahrt.  Vierzig Tage nach Ostern und zehn Tage vor Pfingsten feiern die Christen Christi Himmelfahrt. Hierzulande wird dieser Feiertag gleichzeitig auch als Vatertag gefeiert und das gerne auch von Männern, die keine Väter sind. Wer kennt sie nicht, die bunt geschmückten Bollerwagen, voll beladen mit Alkoholischem? Alte und junge Männer, Väter und solche, die es noch werden wollen, feiern gemeinsam „ihren Ehrentag“ und können bei dem einen und meistens auch anderen Bier so richtig Mann sein. Dabei sind die älteren Männer Vorbild für die jungen. Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e. V. stellt dazu fest:Am Himmelfahrtstag verdoppeln sich die Rettungsfahrten wegen Alkoholmissbrauchs und die Verkehrsunfälle verdreifachen sich. In den letzten Jahren wurden an diesem Tag die meisten Verkehrstoten und alkoholbedingten Unfälle registriert. Deshalb stuft das Statistische Bundesamt den Vatertag als einen der gefährlichsten Tage im ganzen Jahr ein. Der Thüringer Fachstelle Suchtprävention geht es nicht darum, eine über viele Jahre praktizierte Tradition abzuschaffen oder den Alkohol zu verbieten. Vielmehr geht es um das Verhältnis von Maß und Übermaß. Und es geht um die Vorbildfunktion der älteren Generation gegenüber den Heranwachsenden. Beginnt der Spaß tatsächlich erst dann, wenn der Kasten Bier ausgetrunken und der letzte Tropfen in der Schnapsflasche geleert ist? Gehört es zur Tradition, dass MANN am Abend die 1-Promille-Grenze überschritten hat.Wir denken, dass man auch mit weniger Alkohol Tradition leben und Spaß haben kann. Alkohol in Maßen statt in Massen! Die Väter möchten wir an ihre Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen erinnern, vor allem dann, wenn der Ausflug am Vatertag ein Familienausflug ist.Am Ende des Tages geht es nicht nur den feiernden Männern damit besser. So freuen sich auch die Familienmitglieder, wenn der Partner oder der Vater an Christi Himmelfahrt unversehrt nach Hause kommt.   Die Fachstelle Suchtprävention wünscht allen Vätern und Männern einen frohen und unfallfreien Vatertag!Marina Knobloch

 

Pressemitteilung 100 Euro Strafe für die Eltern komasaufender Kinder

Pressemitteilung Erfurt, 14. Februar 2013/fdr CDU-Politiker fordern aufgrund der hohen Zahl an jugendlichen Alkoholtrinkern Strafen für die Eltern – Thüringer Fachstelle Suchtprävention hält dagegen. 26 349 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren wurden laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Jahr 2011 stationär im Krankenhaus behandelt. Das ist ein Anstieg um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und Anlass für einen Vorschlag von einigen CDU-Politikern zur „Verbesserung“ der Situation: Die Eltern der betroffenen Jugendlichen sollen zur Rechenschaft gezogen werden und 100 Euro Strafe zahlen.„Die Problematik ist aber eine gesamtgesellschaftliche. Eine Lösung dafür darf nicht erst bei den sichtbar werdenden Symptomen ansetzen“, sagt Marina Knobloch, Leiterin der Thüringer Fachstelle Suchtprävention, zu den Forderungen der CDU.Die Verantwortung kann nicht nur den Eltern zugewiesen werden, da wir in einer Gesellschaft leben, in der Alkohol zum Alltag gehört und auch am Aschermittwoch nicht alles vorbei ist. Man darf nicht vergessen, dass auch erwachsene Menschen zu viel Alkohol trinken. Von den über 20-Jährigen waren es mehr als 90 000, die 2011 wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten. Erwachsene können nur dann für Kinder und Jugendliche ein Vorbild im Umgang mit Alkohol sein, wenn sie selbst einen vernünftigen Umgang damit gelernt haben und sich ihrer Funktion bewusst sind. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig auf das Thema aufmerksam zu machen und Erwachsene, die sich im Umfeld von Kindern und Jugendlichen bewegen, in Präventionsmaßnahmen einzubeziehen.Neben zahlreichen verhaltenspräventiven Maßnahmen sind Initiativen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes sowie weitere verhältnispräventive Maßnahmen wie Preiserhöhungen und Verkaufsreduzierung erfolgversprechend. Jugendliche dürfen laut Gesetz z. B. erst mit 16 Jahren Bier trinken. Dennoch waren im Jahr 2011 56,6 Prozent der im Rahmen einer Schülerstudie befragten Jugendlichen bereits vor dem 16. Lebensjahr einmal betrunken. Ziel sollte es sein, den Beginn des Alkoholtrinkens soweit wie möglich hinaus zu zögern. Dazu braucht es das Engagement nicht nur von den Eltern. Die gesamte Gesellschaft ist gefragt: Gastwirte, Verkäuferinnen, Mütter, Väter, Großeltern, Lehrer/-innen, Sozial- und Gesundheitspolitiker/-innen und Fachmitarbeiter/-innen aus Prävention, Hilfe und Selbsthilfe.„Wir sollten uns den Menschen und ihren Problemen zuwenden, statt sie zu bestrafen für etwas, das sie nicht alleine zu verantworten haben“, so Knobloch. Marina Knobloch

 

Pressemitteilung Foulspiel statt Fairspiel!

Pressemitteilung Erfurt, den 05. Februar 2013/fdrThüringer Fachstelle GlücksSpielSucht zum neuesten Wettskandal.Ein Kommentar aus suchtpräventiver Sicht. Wieder erschüttert ein Wettskandal die Welt des Sports. Hunderte von Spielern, Schiedsrichtern und Sportfunktionären sollen laut Medienberichten verwickelt sein. Es ist nicht der erste Wettskandal und es wird nicht der letzte sein. Denn es geht um viel Geld. Von Wetteinsätzen bis zu 100.000 Euro pro Spiel und Gewinne in mehrfachem Millionenbereich ist die Rede.Eine andere Zahl: Laut Bericht der FINANCIAL TIMES DEUSCHLAND vom Oktober 2012 werden in Deutschland jährlich in Sportwetten rund 5 Milliarden Euro verwettet1. Der neue Rekord in der Sparte Spielmanipulation betrifft die Sportart, in der auch die meisten Sportwetten gesetzt werden. Sportwetten in Deutschland sind vor allem Fußballwetten, da keine andere Sportart von so vielen Menschen intensiv betrieben wird.Sportwetten verleiten nicht nur zu Manipulationen, wie der aktuelle Wettskandal zeigt. Sportwetten weisen auch ein hohes Gefährdungspotenzial für das Entstehen von Glücksspielsucht auf. Online-Sportwetten gehören zu den Glücksspielarten mit dem höchsten Suchtpotential. Die speziellen Wirkmechanismen wie zum Beispiel die aktive Einbindung der Spieler in den Spielablauf sowie die emotionale Beteiligung aufgrund der vorherrschenden Sportbegeisterung machen die Attraktivität dieses Glücksspiels, und das vor allem für männliche Sportwetter, aus. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch immer mehr Jugendliche von Sportwetten fasziniert sind. So hat laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2012 die Teilnahme von 16- bis 17-Jährigen bei Sportwetten deutlich zugenommen, bei den (illegal gespielten) ‚anderen Sportwetten’ haben sich die Zahlen im Vergleich zu 2009 sogar versechsfacht.2 Dabei ist Glücksspiel für Minderjährige in Deutschland verboten!Das Angebot ist riesig und lockt vor allem im Internet Spieler, ihr Geld zu verwetten. Diese in Deutschland illegalen Wettunternehmen haben aus Sicht des Spielers wesentlich attraktivere Angebote, denn im Vergleich zu legalen Wettangeboten wie Oddset locken sie mit höheren Quoten, Echtzeit- und Live- Wetten und einem riesigen Spektrum von Wettmöglichkeiten. Die in Deutschland verbotenen Live-Wetten machen Manipulationen besonders einfach. Einzelereignisse im Spiel wie ein Elfmeter, ein Freistoß, eine gelbe oder rote Karte sind einfacher zu beeinflussen als das Gesamtergebnis des Spiels. Es sind die Online-Wettbüros, die besonders manipulationsanfällige und suchterregende Livewetten anbieten.In Deutschland werden die Sportwetter in naher Zukunft legal ihre Wetten über das bereits bekannte staatliche Oddset hinaus bei bis zu zwanzig zugelassenen privaten Anbietern abgeben können. Im Wettbüro und online können dann Wetten als Kombinationswetten oder Einzelwetten auf den Ausgang von Sporter-eignissen oder Abschnitten von Sportereignissen gesetzt werden. Live-Wetten bleiben verboten. So steht es im Glücksspieländerungsstaatsvertrag, den die Bundesländer unterzeichnet haben. Die Lizenzvergabe wird derzeit geprüft und soll für sieben Jahre gelten. Unter anderem will die Politik damit auch die Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs beim Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten vorbeugen und eine legale Alternative zur Flut der illegalen Wettangebote ermöglichen.Die Suchthilfe rechnet zukünftig mit einer wachsenden Anzahl an Sportwettern und, wie bei jeder anderen Glücksspielsucht auch, mit der Zunahme von Süchtigen.Der wahre Verlierer bei Glücksspielsucht ist der Spieler und seine Angehörigen.Der wahre Verlierer bei diesem Wettskandal ist der Sport und das Vertrauen in seine Integrität. Es ist eine Ohrfeige für das ehrenamtliche Engagement aller Trainer, Linienrichter, Schiedsrichter und Spieler im Breitensport. 1 Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:online-gluecksspiel-eu-beglueckt- wettanbie-ter/70109975.html vom 30.10.2012 (letzter Aufruf 04.02.2013) 2 BZgA: Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland. Ergebnisse aus drei repräsentativen Bevölkerungsbefragungen 2007, 2009 und 2011. Ergebnisbericht Köln, im Januar 2012   Claudia Kirschner

 

‚FreD-Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten‘ Aktuelle Informationen

Die LWL-Koordinierungsstelle informiert über Aktuelles zu „FreD in Strafverfolgungsbehörden“.Auf der Internetseite des Projektes finden Sie überarbeitete Materialien wie bspw.- eine umfassende Broschüre ‚Miteinander erfolgreich‘- einen Informationsflyer ‚Nicht wegschauen, sondern handeln‘- ein Factsheet sowie- ein Handout ‚Aufgefallen?’Alle Materialien können auf www.lwl-fred.de eingesehen und in begrenzter Menge bestellt werden. Außerdem wurde ein Fragebogen entwickelt, um die Homepage weiter zu aktualisieren. Sofern Ihr FreD Angebot noch nicht auf der Internetseite zu sehen ist, füllen Sie bitte den beigefügten Fragebogen aus.Im Rahmen des aktuellen Projektes „FreD in Strafverfolgungsbehörden“ sind alle Justiz- und Innenminister der Bundesländer und die ihnen nachgeordneten Dienststellen über das Frühinterventionsangebot informiert worden. Vor diesem Hintergrund darf sicherlich davon ausgegangen werden, dass auch an den Orten, die bisher nicht über ein FreD-Angebot verfügen, die Umsetzungschancen günstig sind. Die LWL-Koordinierungsstelle möchte Sie daher darauf aufmerksam machen, dass im Rahmen des laufenden Projektes das Angebot besteht, die FreD-Trainer-Qualifikation zu einem Vorzugspreis (ca. 50 %) zu erwerben.Bei weiteren Fragen zum FreD Projekt wenden Sie sich bitte an Frau Kaminski per Telefon unter 0251/ 5915384 oder per E-Mail an sabrina.kaminski@lwl.org