Alkohol

Die Präventionsmaßnahmen der letzten Jahre zeigen Wirkung: Der Pro-Kopf-Konsum von reinem Alkohol ist seit 1980 um fast 3 Liter zurückgegangen. Auch jugendliches Rauschtrinken nimmt ab. Gerade die zielgerichteten Maßnahmen, die sich speziell an Kinder und Jugendliche wenden, werden gut angenommen. Doch obwohl es in den vergangenen Jahren  einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen gab, werden immer noch jedes Jahr mehr als 15.000 Fälle von Krankenhauseinweisungen aufgrund von Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren registriert. (…).

(Quelle: Pressemitteilung der Drogenbeauftragten vom 09. Juni 2016)

Epidemiologischer Suchtsurvey (ESA) 2015

 Substanzkonsum und Hinweise auf klinisch relevanten Konsum in Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey 2015, IFT München 2017

Im Jahr 2015 konsumierten 76,1% der 18-64-jährigen Thüringer*innen in den letzten 30-Tagen Alkohol (30-Tage Prävalenz). Dabei wies die Mehrheit einen verantwortungsvollen Konsum auf, der unter der riskanten Grenze von täglich 10-12 g Reinalkohol bei Frauen und 20-24 g bei Männern liegt. Nichtsdestotrotz überschritten 25,3 % der Befragten Thüringer*innen diese Grenze und wiesen einen riskanten Alkoholkonsum auf. Im Vergleich zu dem bundesweiten Durchschnitt (21.4%) ist der riskante Alkoholkonsum in Thüringen insgesamt leicht und bei den Männern signifikant erhöht. Zudem gaben ca. ein Drittel der Befragter Thüringer*innen an in den letzten 30 Tagen mindestens eine Episode von Rauschtrinken (min. 5 alkoholische Getränke täglich) erlebt zu haben.

Insgesamt betrachtet weisen Männer dabei deutlich höhere 30-Tage Prävalenzen in Bezug auf generellen Alkoholkonsum, riskantem Alkoholkonsum und episodischem Rauschtrinken auf als Frauen.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts konnte jedoch beobachtet werden dass die 30-Tage Prävalenz für Alkoholkonsum bei Männern als auch bei Frauen rückläufig ist. Konsumierten im Jahr 1995 noch 92,5% der Männer in Thüringen Alkohol waren es 2015 nur noch 82,5 Prozent. Auch bei Frauen nahm die Alkoholprävalenz im Lauf der letzten Dekade um ca. 10 Prozentpunkte ab (80,3% auf 70,7%). Bezüglich des riskanten Alkoholkonsums ist die Zahl der Männer rückläufig, während der Anteil der Frauen über die Jahre stabil blieb. Ebenso verringerte sich die durchschnittliche Menge an Reinalkohol bei Männern und blieb beständig bei den Frauen. Umgekehrt verhielt es sich beim episodischen Rauschtrinken, bei welchem die Prävalenz bei Männern stabil blieb während die Frauen signifikant weniger episodisches Rauschtrinken partizipierten.

Die ESA-Daten zeigen dass Alkohol in Thüringen im Durchschnitt zum ersten Mal ab 15 Jahren konsumiert wird.

30-Tage Prävalenzen von verschiedenen Formen des Alkoholkonsums von Menschen in Thüringen (bundesweiter Durchschnitt)

 

Alkoholkonsum (%)

Riskanter
Alkoholkonsum (%)

Episodisches Rauschtrinken (%)

Ø  Konsumierte Menge an Reinalkohol (g) in den letzten 30 Tagen

12-Monats Prävalenz

Insgesamt

76,6 (72,5)

25,3 (21,4)

33,6 (35,0)

14,7 (13,1)

19,6 (19,0)

Männlich

82,1 (77,1)

28,6 (22,4)

44,5 (46,5)

19.7 (17.1)

29,5 (28,3)

Weiblich

69,7 (67,8)

21,1 (20,2)

20,0 (21,6)

8.3 (8.5)

9,0 (9,6)

Suchthilfestatistik 2015

Bericht zur aktuellen Situation und den Aktivitäten der Suchthilfeeinrichtungen des Landes Thüringen, IFT, München 2016

In allen teilnehmenden Thüringer Suchthilfeeinrichtungen (n=63) wurden 6.280 Menschen mit einer Hauptdiagnose zu Sucht registriert. Mit 63% (n = 3.897) war der schädliche Gebrauch bzw. die Abhängigkeit von Alkohol die führende Hauptdiagnose. Insgesamt betraf dies 63% der Thüringer Männer und 59% der Thüringer Frauen. Das Durchschnittsalter der Betroffenen lag bei 44,7 Jahren und deren Erstkonsum  bei 14,6 Jahren.

 

Prozentuale Verteilung der Hauptdiagnose Alkohol in Thüringen (ambulant):
Nord: 51,5%, Mitte: 66%, Ost: 54,8% und Süd-West: 60,3%

Prozentuale Verteilung der Diagnose in Thüringen (stationär):
Nord: 11,4%, Mitte: 69,6%, Ost: 89,6% und Süd-West: 56% 

Thüringer Landesamt für Statistik

Überblick über die Entwicklung der letzten 10 Jahre in Bezug auf  die Gesamtheit der vollstationären Patienten (einschließlich Stunden und Sterbefälle) und Sterbefällen aufgrund einer Alkoholproblematik:

  2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Gesamtheit 11.194 11.812 11.847 11.951 11.947 12.439 12.094 12.111 12.001 11.905
Sterbefälle 506 535 516 4778 529 500 462 448 484 501

11.905 vollstationäre Patienten (einschließlich Stunden und Sterbefälle) wurden infolge ihres Alkoholkonsums 2016 aus Thüringer Krankenhäusern entlassen. Der Großteil der Betroffenen befand  sich dabei in der Altersgruppe der 40-60-jährigen. Von allen Betroffenen aus dem Jahr 2016, verstarben 501 Menschen an Folgen des Alkoholkonsums. 415 männliche und 86 weibliche Personen. Die Zahl der Alkoholtoten war im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Diagnose bzw. Altersstruktur

2016

2015

2014

  Insgesamt Männ-lich Weib-lich Insgesamt Männ-lich Weib-lich Insgesamt Männ-lich Weib-lich
Sterbefälle
aufgrund von Alkoholproblematik
501 415 86 484 379 105 448 349 99
Gesamtheit mit Alkoholproblematik 11.905 9.375 2.530 12.001 9.439 2.562 12.111 9.623 2.488

Davon…

                 

unter 20

573 354 219 579 372 207 510 321 189

20-40

2.852 2.274 578 2.755 2.190 565 2.710 2.153 557

40-60

6.239 4.986 1.253 6.556 5.176 1.380 6.797 5.448 1.349

60 und mehr

2.241 1.761 480 2.109 1.699 410 2.094 1.701 393

 

KiGGS – Landesmodul Thüringen 2016

KiGGS Welle 1 – Landesmodul Thüringen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin  2016

Im Rahmen der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS, Welle 1) des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde in Thüringen durch eine Aufstockung der Teilnehmerzahl ein Landesmodul der KiGGS-Studie ermöglicht. Dadurch lassen sich nun repräsentative Aussagen über den Gesundheitszustand der Thüringer Kinder und Jugendlichen im Alter von 0-17 Jahren treffen. Die Befragung erfolgte in den Jahren 2009 – 2012.

Dabei wurde festgestellt dass 62,3% der 11-bis 17-jährigen Thüringer*innen bereits einmal in ihrem Leben Alkohol getrunken haben. Davon wiesen 15,9% einen riskanten Alkoholkonsum auf und 13,0% der Thüringer Jugendlichen praktizierten episodisches Rauschtrinken. Dieses wurde definiert wenn mindestens einmal im Monat 6 oder mehr alkoholische Getränke von den Jugendlichen konsumiert wurden.

 

Mit steigendem Alter steigen auch die Prävalenzen für Alkoholkonsum, Risikokonsum und episodisches Rauschtrinken an. So trinkt die Altersgruppe der 14-17-jährigen deutlich häufiger und größere Mengen Alkohol als die 11-13-jährigen Thüringer*innen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede zeichnen sich generell nicht ab, mit der Ausnahme dass 14-17-jährige Jungen häufiger Rauschtrinken praktizieren als gleichaltrige Mädchen (28,2% vs. 19,0%).

Unterschiede im Sozialstatus und dem Wohnort erreicht nur bei den Thüringer Jungen Signifikanz. So ist ein häufigerer Alkoholkonsum bei Jungen mit einem niedrigeren Sozialstatus assoziiert. Außerdem konsumieren Jungen aus   ländlichen Regionen häufiger riskant Alkohol  als Jungen die in der Stadt leben. Bei den Mädchen lassen sich solche signifikanten Unterschiede nicht feststellen. 

RKI, Journal of Health Monitoring

Tabak- und Alkoholkonsum bei 11- bis 17-Jährigen in Deutschland –Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends, 2018

Alkohol ist an der Entstehung von über 200 Krankheiten beteiligt. Jährlich sterben 14.000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum, beispielsweise durch eine alkoholische Leberkrankung. Etwa 51% der 11- bis 17- jährigen Kinder und Jugendliche haben in ihrem Leben schon einmal Alkohol konsumiert. Dabei besteht kein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern: 51,7% der Mädchen und 50,2% der Jungen haben Alkohol schon einmal konsumiert. Doch der Anteil steigt mit dem Lebensalter. Haben unter den 11-jährigen erst 3,7% der Mädchen und 6,3% der Jungen schon einmal Alkohol konsumiert, waren es bei den 17-jährigen jugendlichen Mädchen etwa 87,3% und 88,5% der jugendlichen Jungen.

Zwischen den verschiedenen Erhebungen, der KiGGS-Basiserhebung, KiGGS Welle 1 und KiGGS Welle 2, ist die Lebenszeitprävalenz stetig gesunken von 63,9% über 55,6% auf 51,0%. Im Vergleich der Altersgruppen (11- 13 und 14-17) ist vor allem in der Altersgruppe der 11- bis 13-jährigen Kinder die Lebenszeitprävalenz des Alkoholkonsums gesunken. Bei Jungen aus Familien, mit einem niedrigen soziökonomischen Sozialstatus ist die Lebenszeitprävalenz des Alkoholkonsums niedriger als bei Jungen aus Familien mit mittlerem oder hohen sozioökonomischen Status.

Etwa 12,1% der 11- bis 17-Jährigen weisen einen riskanten Alkoholkonsum (eine durchschnittliche, tägliche Alkohol-Trinkmenge von mehr als 10-12 g für Frauen und 20-24 g Reinalkohol für Männer) auf. Die Prävalenz des riskanten Alkohol Trinkens steigt ebenfalls mit dem Lebensalter. Im Alter von 11 bis 13 Jahren tendiert es gegen null, mit 14 Jahren trinken 3,9% der Mädchen und 1 % der Jungen riskant und im Alter von 17 Jahren sind es 39,9% bei Mädchen und 33,8% der Jungen. Doch auch die Prävalenz des riskanten Alkoholkonsums ist im Vergleich von KiGGS Welle1 und KiGGS Welle 2 bei beiden Geschlechtern gesunken: bei den 11- bis 17-jährigen Mädchen von 17,1% auf 13,5% und bei den Jungen von 15,8% auf 10,8%

Von regelmäßigem Rauschtrinken (mindestens monatlicher Konsum von sechs oder mehr alkoholischer Getränken bei einer Gelegenheit) berichten 7% der 11-bis 17-Jährigen. Dabei geht die Prävalenz der Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren gegen Null und unter den 14- bis 17-Jährigen haben 9,2% der Mädchen und 14,2% der Jungen in einem regelmäßigen Alkoholrausch. Bei der Gegenüberstellung von riskantem Alkoholkonsum und regelmäßigem Rauschtrinken zeigt sich, dass die Mädchen häufiger riskant Alkohol konsumieren, regelmäßiges Rauschtrinken häufiger jedoch von Jungen praktiziert wird.

Im Vergleich der beiden KiGGS Wellen ist genauso wie beim riskanten Alkohol trinken, auch beim regelmäßigen Rauschtrinken der Anteil der Mädchen von 10,2% auf 5,6% und bei Jungen von 13,8% auf 8,4% gesunken.

Drogenaffinitätsstudie 2019

Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Ergebnisse des Alkoholsurveys 2018 und Trends. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erhob in Deutschland zum Konsum von Alkohol für den Alkoholsurvey eine Stichprobe von 7.002 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die über Telefoninterviews befragt wurden und im Alter von 12- bis 25 Jahre alt waren. Dabei wurde festgestellt, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 17 Jahre etwa 62,9% mindestens einmal Alkohol getrunken haben. Davon tranken 9,8% regemäßig Alkohol (mind. Einmal pro Woche)  und 14% gaben an, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Rauschtrinken praktiziert haben (5 alkoholische Getränke hintereinander bei Männern; 4 bei Frauen).

Bei der Altersgruppe der 18- bis 25-jährigen ist die Intensivität des Alkoholkonsums deutlich weiter verbreitet als unter Jugendlichen. 95,5% der jungen Erwachsenen haben in ihrem Leben schon einmal Alkohol getrunken, davon trinken 34% regelmäßig- mindestens einmal die Woche und 38,9% (2/5) der Jugendlichen hatten mindestens eine Episode von Rauschtrinken in den letzten 30 Tagen.
In beiden Altersgruppen konsumieren generell mehr junge Männer Alkohol als junge Frauen. Bezüglich des Schultyps konnte festgestellt werden, dass vermehrt Jugendliche im Alter von 12- bis 17 Jahren unter Gesamtschüler*innen regelmäßig Alkohol trinken, im Vergleich zu Gymnasialschüler*innen. Doch anderseits zeigt die 30-Tage-Prävalenz des Alkoholkonsums, dass sie höher bei Gymnasiast*innen ist als im Vergleich zu anderen Jugendlichen. In den älteren Altersgruppen (18-25 Jahre) trinken weniger riskante Mengen im Jahr 2018 als beispielsweise in den Jahren 2011 bzw. 2012. Bei Frauen in dieser Altersgruppe lassen sich keine auffälligen Veränderungen aufweisen.

Bei Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei oder Asien stellte sich heraus, dass sie den geringsten Alkoholkonsum haben.

Trends

Im Jahr 2018  ist in Deutschland sowohl das Rauschtrinken als auch der regelmäßige Konsum von Alkohol bei den Jugendlichen im Alter von 12- bis 17- Jahren geringer verbreitet im Vergleich zu den Vorjahren. Auch generell im Laufe der Jahre lässt sich erkennen, dass die Zahlen, sowohl unter den 12- bis 17-jährigen als auch den 18-25-jährigen in Deutschland rückläufig sind.

So sank die Lebenszeitprävalenz von männlichen Jugendlichen von etwa 90% im Jahr 2001 (88,3%) auf 64,2% im Jahr 2018. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch bei den weiblichen Jugendlichen abzeichnen. Die Lebenszeitprävalenz sank von 85,5% im Jahr 2001 auf 59,4% im Jahr 2018. Damit folgt im Umkehrschluss, dass immer mehr Jugendliche ein Leben lang alkoholabstinent bleiben.

Die Lebenszeitprävalenz der jungen Erwachsenen im Alter von 18- bis 25-Jahre hat keine wesentlichen Veränderungen seit dem Jahr 2001. Hatten 2001 97,4% der jungen Männer bereits Alkohol getrunken, waren es 2015 auch 97,4%. Bei den jungen Frauen zeigt sich ein ähnliches Bild (2001:95,3%; 2015: 93,6%).

Gesundheitlich riskanter Konsum von Alkohol für Erwachsene, war im Jahr 2007 unter den männlichen und weiblichen Jugendlichen weit verbreitet. Danach geht der riskante Konsum zurück, erst stark und dann langsamer fortsetzend.

Riskante Mengen Alkohol konsumieren 18- bis 25-jährige Männer von 2001 bis 2008 sowie im Jahr 2011 etwa 22- bis 24%. Ein kurzfristiger Rückgang zeigt sich in 2015, auf etwa 16%. Doch zwischen den Jahren 2016 und 2018 steigt der prozentuale Anteil wieder auf das Niveau von 2010.

Wie auch in der Lebenszeitprävalenz und dem regelmäßigen Alkoholkonsum verringerte sich auch die 30-Tage Prävalenz für Rauschtrinken (5 Gläser oder mehr) sowohl bei Jugendlichen als auch bei jungen Erwachsenen und dies im Wesentlichen zwischen den Jahren 2007 und 2011 (weiblich) bzw. 2014 (männlich).

Bei 18- bis 25-jährigen Männern ist seit 2011 die 30-Tage-Prävalenz des Rauschtrinkens gesunken. Es praktizierten im Jahr 2011 noch 54,5% der jungen Männer Rauschtrinken in den letzten 30-Tagen und 2015 waren es nur noch 44,6%. Bei den jungen Frauen verlief die Rate der Rauschkonsumentinnen in den letzten Jahren wellenartig und änderte sich nicht signifikant (2004:29,9%; 2015:24,8%), doch zwischen 2016 und 2018 steigt sie statisch signifikant an.

Informationsportal der BZgA zum Thema Alkohol: https://www.kenn-dein-limit.de/

  Jugendliche Junge Erwachsene Erwachsene Ältere Erwachsene
Alter 11-17 Jahre 12-17 Jahre 18-25 Jahre 18-64 Jahre 18-64 Jahre Ab 65 Jahre
Datenquelle RKI. KiGGS2 BZgA: Alkoholsurvey BZgA: Alkoholsurvey IFT: ESA RKI: GEDA-EHIS RKI: GEDA-EHIS
Jahr 2014-2017 2018 2018 2018 2014/2015 2014/2015
Jemalskonsum 51,0% 62,9% 95,5% 96,4% 92,0% 88,1%
Alkoholkonsum mind. Einmal pro Woche   9,8% 34,0%   47,7% 49,5%
Konsum in den letzten 30 Tagen   36,7% 74,1% 71,6%    
Konsum mind. Monatlich i.d. letzten 12 Monaten         73,9% 71,9%
Riskanter Konsum

Reinalkohol pro Tag:

Frauen: mehr als 10 g

Männer: mehr als 20g

Reinalkohol pro Tag

Frauen: mehr als 12 g

Männer: mehr als 24g

Reinalkohol pro Tag

Frauen: mehr als 10 g

Männer: mehr als 20 g

Gesamt 12,1% 3,7% 18,3% 18,1% 16,3% 14,8%
Weiblich 13,5% 3,0% 15,4% 19,7% 14,4% 12,2%
Männlich 10,8% 4,3% 20,9% 16,7% 18,3% 17,9%
Rauschtrinken 6 oder mehr alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit mind. einmal im Monat Alkoholische Getränke mind. an einem der letzten 30 Tage mehr als 4 bei Mädchen/Frauen mehr als 5 bei Jungen/Männern 5 oder mehr alkoholische Getränke mind. an einem der letzten 30 Tage  
Gesamt 7,0% 14,0% 38,9% 34,5% 33,4% 27,8%
Weiblich 5,6% 12,8% 31,6% 24,6% 25,9% 21,9%
Männlich 8,4% 15,1% 45,5% 42,8% 44,7% 35,1%
Alkoholabhängigkeit       3,1%    
Weiblich       1,7%    
Männlich       4,5%    

S. 53

Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen 2011 (ESPAD)

Befragung von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse in Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, IFT, München 2012

 

Prävalenz Thüringer Schüler

Lebenszeitprävalenz:      97,0 %
12-Monats-Prävalenz:     94,5 %
30-Tage-Prävalenz:         81,9 %

Häufigkeit alkoholbezogener Probleme, letzte 12 Monate

Kein Problem     59,0 %
1-2 Probleme     26,7 %
3 oder mehr       14,4 %

30-Tage-Frequenz des Konsums von fünf oder mehr Einheiten Alkohol (5+) bei einer Gelegenheit

Nie                       43,3 %
1-2mal                 27,7 %
3-5mal                 18,2 %
Mehr als 6mal     10,9 %

 

30-Tage-Frequenz des Alkoholkonsums

Nie                     17,4 %
1 bis 9mal          64,0 %
10mal u. öfter    18,7 %

 

Verteilung von Abstinenz und Kategorien durchschnittlicher Alkoholmengen pro Tag, letzte 7 Tage

Abstinent in den letzten 7 Tagen            38,8 %
Risikoarmer Konsum
(Jungen >0-24g, Mädchen >0-12g)          48,2 %
Riskanter Konsum
(Jungen >24-60g, Mädchen >12-40g)      11,3 %    
Gefährlicher / Hochkonsum 
(Jungen >60g, Mädchen >40g)                 1,7 %    

 

Subjektive Einschätzung der Verfügbarkeit alkoholischer Getränke

Bier                  90,3 %
Wein/Sekt        83,8 %
Mixgetränke     77,7 %
Spirituosen       52,5 %

Getränkearten 30-Tage-Prävalenz

Bier                 62,8 %
Wein/Sekt       51,1 %
Mixgetränke    64,6 %
Spirituosen      48,4 %

 

Zielbestrebungen im Umgang mit Alkohol

National → Gesundheitsziele

International → WHO Ziele