Kampagnen

„VORBEI GERAUSCHT“

Die Ergebnisse der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigen, dass etwa 65 % der schriftlich befragten 12- bis 22-Jährigen bereits vor dem 18. Lebensjahr mindestens einmal im Monat übermäßig alkoholisiert mobil im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs waren. Mit durchschnittlich 15 Jahren findet nicht nur der erste übermäßige Alkoholkonsum statt, sondern auch die ersten Situationen alkoholisierter Mobilität. Die Ergebnisse zeigen auch, dass männliche Jugendliche risikofreudiger als weibliche Jugendliche sind. Circa 5% der Befragten bezeichneten eine erlebte gefährliche Verkehrssituation als „echten“ Verkehrsunfall. Etwa 27% verwiesen immerhin auf mindestens eine gefährliche Verkehrssituation unter Alkoholeinfluss vor dem 18. Lebensjahr. Die Bundesanstalt für Straßenwesen fordert in Anlehnung an die aufgeführten Ergebnisse der schriftlichen Befragung neue konkrete Präventionsmaßnahmen für jugendliche Verkehrsteilnehmer*innen.

„Alkohol-Alles-im Griff!“ ist das Thüringer Bündnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Gemeinsam mit Vertreter*innen der Politik, der Vereine und Verbände, der Organisationen und der Wirtschaft sollen Bedingungen geschaffen werden, die einen maßvollen und kritischen Alkoholkonsum in der Thüringer Gesellschaft fördern.

Im Rahmen des Thüringer Bündnisses entwickelt die Thüringer Fachstelle Suchtprävention des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. in Zusammenarbeit mit dem Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen GmbH die Präventionskampagne „VORBEI GERAUSCHT“, welches den Fokus nicht nur auf den Konsum von Alkohol legt, sondern auf alle Suchtmittel im Straßenverkehr erweitert. 2016 wurden verschiedene Maßnahmen und Angebote im Rahmen der Kampagne „VORBEI GERAUSCHT“ entwickelt und in Thüringen implementiert. 

„Kompetenz statt Abstinenz“

Die Thüringer Fachstelle Suchtprävention rief im Jahr 2016 die Kampagne „Kompetenz statt Abstinenz“ ins Leben, bei der sich Jugendliche im Setting Jugendhaus gemeinsam kreativ und aktiv mit dem Thema Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmitteln auseinandersetzen können. Für Jugendliche spielt der Konsum von Suchtmitteln eine große Rolle. Suchtprävention, die darauf zielt, die Welt frei von legalen und illegalen Suchtmitteln zu gestalten, ist ideologisch. Zielführend ist neben einer Verhältnisprävention ein verhaltenspräventiver Ansatz, welcher darauf setzt, dass Jugendliche ihre eigene Haltung hinsichtlich des Konsums von Suchtmitteln sowie in Bezug auf süchtige Verhaltensweisen reflektieren, positiv weiterentwickeln und Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmitteln erlangen.

Bei der letztjährigen Kampagne sollten Motive und entsprechende Slogans für City-Cards entwickelt werden. Die Gewinnermotive und Leitsprüche wurden auf City-Cards gedruckt und an den verschiedenen City-Card-Standorten in Thüringen verbreitet und erreichten somit auch andere junge Menschen. Die Jugendlichen erhielten eine öffentliche Anerkennung für Ihre Ideen und möglichst früh ein Bewusstsein für das Thema Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmittel.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Ansprechpartner:
Anja Zimmermann
Thüringer Fachstelle Suchtprävention
Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.
Dubliner Straße 12, 99091 Erfurt
Telefon: 0361/ 346 17 46
Fax: 0361/346 20 23
E-Mail

„Kein Alkohol beim Sport“

2015 führte die Thüringer Fachstelle Suchtprävention die Kampagne „Kein Alkohol beim Sport!“ zum zweiten Mal durch. Dabei richtete sich der Wettbewerb an Sportvereine in Thüringen. Kinder und Jugendliche wurden aufgerufen, einen Slogan für Trikots zu entwickeln und zu gestalten. Der Slogan sollte aufzeigen, dass Alkohol und Sport nicht zusammenpassen. Der Gewinnerverein erhielt einen Satz Trikots mit dem selbstkreierten Slogan. In Zusammenarbeiten mit anderen Experten der Suchtprävention wurden die eingereichten Slogans bewertet. Der Gewinnerslogan heißt „Alkohol beim Sport, treibt die beste Leistung fort!“.