Vom 02. bis 03. Mai 2022 findet der 43. fdr+sucht+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) als Online-Veranstaltung statt.

Er wird sich dem Thema „Schnittstellen“ widmen: Für die Bewältigung und Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung, als bio-psycho-soziale Erkrankung, ist die Kooperation und Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfesysteme grundlegend. Manchmal bleibt eine Kooperation in der Praxis jedoch eher zufällig und/oder ist vom Engagement bzw. Willen der einzelnen Akteur*innen abhängig, was weder für die Klient*innen, Patient*innen oder Gruppenmitglieder, noch für die Mitarbeitenden hilfreich ist. U.a. ein klarer Auftrag, ein verbindliches Schnittstellenmanagement und ein gemeinsam definiertes Ziel können hingegen eine effektive Kooperation fördern.

Der fdr+sucht+kongress 2022 möchte neue und auch bewährte Schnittstellen-Lösungen (Best-Practice-Modelle) vorstellen, auch Hürden und Schwierigkeiten aufzeigen, aber vorrangig innovative Lösungen darlegen und diskutieren.

Neben 4 Live-Vorträgen und 18 Seminaren als Live-Videokonferenzen, soll ein „Get together“ angeboten werden, bei dem sich die Teilnehmenden -auch mit den Referent*innen- zu aktuellen fachlichen Themen austauschen und zumindest digital begegnen können. Gleichzeitig möchte der Kongress kontinuierlich zur Entstigmatisierung von Abhängigkeitskranken beitragen und deshalb auch einen Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Hilfesystemen und Akteur*innen, im Sinne eines Schnittstellenmanagements, gewährleisten. Auch sog. „Haltungsfragen“ sollen thematisiert werden, um zu erreichen, dass die Unterschiedlichkeit der Beteiligten als eine Ressource und nicht als ein Hindernis für die Zusammenarbeit verstanden werden kann.

Bis zu 350 Fachkräfte bzw. Ehrenamtliche aus den Arbeitsfeldern der Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe sowie Netzwerkpartner*innen können am digitalen Kongress teilnehmen, um sich über gute Praxis, aktuelle Forschungsergebnisse, neue Ansätze und Angebote zu informieren, um die Zusammenarbeit an den Schnittstellen bzw. Nahtstellen zu optimieren.

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