Pressemitteilung der Thüringer Fachstelle Suchtprävention:

Etwa 1.200 Thüringer*innen sterben jedes Jahr an den Folgen von Tabakkonsum (Thüringer Landesamt für Statistik: Sterbefälle Thüringer Bürger infolge von Drogenkonsum). Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai weist die Thüringer Fachstelle Suchtprävention deshalb auf Präventions- und Hilfsangebote hin. Dass diese wirken, zeigen die Zahlen.

Suchtprävention wirkt – das belegt ein Blick in die Statistiken: Noch 2001 rauchten 28 Prozent der 12- bis 17-jährigen Mädchen und 27 Prozent der 12- bis 17-Jährigen Jungen. 2019 waren es nur noch 5 Prozent der Mädchen und 6 Prozent der Jungen. In diesem Zeitraum hat sich auch die Suchtprävention verändert: Sie ist moderner geworden, weg von reiner Abschreckung und Aufklärung, hin zu einer umfassenderen qualitätsgesicherten Gesundheitsförderung, die sich an den Lebenswelten der Jugendlichen orientiert.

Suchtprävention ist allerdings keine Maßnahme, die, einmalig durchgeführt, nachhaltige Veränderungen bewirken kann. Annett Fabian, Leiterin der Thüringer Fachstelle Suchtprävention, erklärt: „Mit E-Zigaretten und Shishas gibt es neue Angebote der Tabakindustrie, die auch Jugendliche ansprechen und mit denen sie in ihrem Alltag konfrontiert werden. Deshalb müssen Präventionsangebote laufend angepasst werden – und vor allem braucht es die nötigen Ressourcen, um sie in Kindergärten, Schulen und Vereinen langfristig durchführen zu können. Nur so können wir tabakbedingten Krankheiten effektiv vorbeugen und Kinder und Jugendliche schützen.“

Zu den Angeboten für Kinder und Jugendliche gehört zum Beispiel das Programm „Be Smart – don’t start!“, das die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entwickelt hat. Informationen zu „Be smart“ und weiteren Präventionsprogrammen mit Bezug zu Tabak, die in Thüringen angeboten werden, finden Sie auf der Homepage der Thüringer Fachstelle Suchtprävention unter https://thueringer-suchtpraevention.info/praeventionsaktivitaeten/landesweite-praeventionsaktivitaeten/

Doch Tabak-Präventionsangebote richten sich nicht nur an Kinder und Jugendliche: Auch Erwachsene, die rauchen, können ihre Gesundheit positiv beeinflussen und Risiken verringern: indem sie weniger rauchen oder ganz damit aufhören. Angebote und Informationen zum Rauchstopp finden Sie auf der Online-Plattform https://www.rauchfrei-info.de/ der BZgA und unter https://www.nutzedeinechance.de/, dem Online-Angebot der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Die BZgA hat auch eine kostenlose Beratungshotline zum Rauchstopp eingerichtet: 0 800 8 31 31 31 (montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr).

Diese Angebote helfen erwachsenen Raucherinnen und Rauchern sowie Kindern und Jugendlichen, also den Konsument*innen. Auch die Angebotsseite sollte stärker in den Blick genommen werden: durch Maßnahmen wie beispielsweise Werbeverbote und weitere Verkaufsbeschränkungen von Tabakprodukten. Das würde die Präventionsprogramme für Kinder und Jugendliche sowie Hilfsangebote zum Rauchstopp effektiv ergänzen.

Nutzen Sie die Angebote und Hilfestellungen – warum dazu nicht den Weltnichtrauchertag zum Anlass nehmen? Der Rauchverzicht ist eine Herausforderung, ergreifen Sie diese, für das Mehr vom Leben!


Ressourcen und Angebote auf einen Blick

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